Neue Ortsgruppe der Johanniter-Unfall-Hilfe nimmt VW-Einsatzfahrzeug in Betrieb

Mit christlichem Weltbild

Dirk Trümner (2.v.l.), Harald Schönig (4. v. r.) und einige der weiteren Funktionskräfte des Bad Hersfelder Ortsverbandes der Johanniter-Unfallhilfe nehmen von Regionalvorstand Dr. Ruprecht Bardt den Schlüssel für ihr neues Einsatzfahrzeug entgegen. Mit dabei waren Regionalvorstände Dieter Böhm (5.v.l.) und Holger Frech (4.v.r.) sowie Bürgermeister Thomas Fehling (Mitte). Foto: Apel

BAD HERSFELD. Die Johanniter-Unfall-Hilfe ist jetzt mit einem neuen Einsatzfahrzeug unterwegs. Zur Übergabe war der Vorstand des Regionalverbands Kurhessen eigens aus Kassel angereist. Dr. Ruprecht Bardt, Dieter Böhm und Holger Frech überreichten im Eingangsbereich des Altenzentrums Hospital die Schlüssel für ein in vielen Stunden aufgearbeitetes und neu ausgerüstetes Einsatzfahrzeug an die Führungskräfte des Ortsverbands Bad Hersfeld.

Dieser war erst vor gut neun Monaten aus der Taufe gehoben worden, und er wächst und gedeiht, wie Dirk Trümner, Sicherheitsingenieur und Leiter der JUH-Einsatzeinheit, betonte. Zusammen mit dem Diplom-Pädagogen und ausgebildeten Rettungsassistenten Harald Schönig, der auch JUH-Ortsbeauftragter ist, dem Führungsassistenten Mirko Zimmermann, den Gruppenführerinnen Katherina Schmidt und Birgit Hillert sowie weiteren Funktionskräften bildet er jetzt eine erste Einsatzeinheit.

Mit dem für den Transport von neun Einsatzkräften geeigneten neuen VW-Bus möchte man sich gerne als eine von zwei Betreuungsstellen in die Katastrophenschutz-Vorsorge des Landkreises einbringen. Trümner und Schönig sehen ihre rein ehrenamtlich arbeitende, aber dennoch qualifiziert ausgebildete Einsatzeinheit nicht als Konkurrenz zum Deutschen Roten Kreuz (DRK), sondern man wolle dessen Arbeit ergänzen. Dazu habe es schon ein Gespräch mit Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt gegeben, der das Anliegen wohlwollend aufgenommen habe. Der Kreis sei gerade dabei, ein Betreuungsstellen-Konzept zu entwickeln.

Fehling will auch helfen

Bürgermeister Thomas Fehling, der bei der Fahrzeugübergabe zugegen war, bezeichnete den JUH-Ortsverband als eine von vielen „Keimzellen in der Stadt, die einem noch gar nicht so richtig bewusst sind“. Er begrüßte es außerordentlich, dass sich in ihm gerade junge Leute in den Dienst an der Allgemeinheit stellen.

Fehling bot Unterstützung bei der Suche nach einer geeigneten Unterkunft für die Johanniter an. Zurzeit treffen sich die 24 altgedienten und neu hinzugekommenen Johanniter an jedem 1. und 3. Donnerstag und zu besonderen Ausbildungswochenenden im Altenzentrum Hospital, das wie die JUH dem Landesverband des Diakonischen Werkes angehört. „Für uns ist das christliche Menschenbild nicht nur Etikett!“, betont Dirk Trümner.

Mit Stolz verweist er darauf, dass der Ortsverband bislang vor allem im Bereich des Schulsanitätsdienstes, aber auch bei Firmen, mit gutem Erfolg ausgebildet hat. Diese Arbeit soll mit Unterstützung des Regionalverbandes „und hoffentlich vielen neuen Fördermitgliedern“ intensiviert werden.

Von Wilfried Apel

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