Interview mit Sue Poole, der amtierenden Bürgermeisterin von Malmesbury

Chorgesang war „lovely“

Im alten Gerichtsgebäude erklärt eine Angehörige der „Commoners“ (links) die Insignien der Macht. Bürgermeisterin Sue Poole (rechts) leitete die Stadtführung.

Malmesbury. Der ehrenamtliche Stadtrat von Malmesbury besteht aus 16 gewählten Vertretern. Sie bestimmen aus ihrer Mitte jeweils für ein Jahr den „Mayor“. Die amtierende Bürgermeisterin von Malmesbury, Susan Poole, hatte es sich nicht nehmen lassen, die Delegation aus Deutschland persönlich durch ihre Stadt zu führen.

Nach dem Rundgang sprach sie mit Kai A. Struthoff.

Frau Bürgermeisterin, wie hat Ihnen der Besuch der Bad Hersfelder Delegation gefallen?

Mayor Sue Poole: Das Konzert war wundervoll. Die jungen Leute sind wirklich fabelhaft. Ich bin sehr beeindruckt, wie gut die Schüler englisch sprechen. Und ihr Gesang war einfach „lovely“!

Glauben Sie, dass wir die Freundschaft zwischen Bad Hersfeld und Malmesbury ausbauen können?

Poole: Das wäre sehr gut. Wir haben bereits eine Städtepartnerschaft mit Niebüll in Schleswig-Holstein, aber es spricht nichts dagegen, auch die Beziehungen zu Bad Hersfeld auszubauen. Vielleicht können wir auch unsere Oberschule einbeziehen. Sie ist sehr groß und hat ungefähr 1700 Schüler.

Was muss geschehen, um die Freundschaft zwischen beiden Städten auch formell zu vertiefen?

Poole: Ray Sanderson ist dafür genau der richtige Ansprechpartner. Er sitzt im Stadtrat und ist dort auch für die Städtepartnerschaften zuständig. Er müsste etwaige Anträge dann in den Stadtrat zur Entscheidung einbringen.

Glauben Sie, die Bürger von Malmesbury sind an engeren Kontakten zu Bad Hersfeld interessiert?

Poole: Davon bin ich überzeugt. Das Interesse an dem Auftritt des Schulchores war jedenfalls groß. Die guten Beziehungen zu Deutschland haben bei uns ohnehin eine lange Tradition. Die Städtepartnerschaft zu Niebüll besteht jetzt seit genau 60 Jahren und auch diesmal war wieder eine Delegation zu Besuch in Deutschland.

Malmesbury und Bad Hersfeld haben noch eine Gemeinsamkeit. Wir feiern im Oktober das Lullusfest und Sie im August Karneval. Was hat es damit auf sich?

Sue Poole: In England feiert man den Karneval zu jeder Zeit des Jahres – meist orientiert man sich dabei an anderen Feiertagen. Bei uns gibt es dann immer eine große Parade. Ein weiterer Höhepunkt war in den vergangenen Jahren dabei auch immer ein Kissen-Schlacht-Wettbewerb.

Doch auch sonst ist bei Ihnen viel los?

Sue Poole: Das stimmt. An diesem Wochenende findet bei uns ein Festival der Philosophie statt, denn der berühmte Philosoph Thomas Hobbs stammte aus Malmesbury. Danach findet ein Geschichts-Festival statt. Wegen dieser Veranstaltungen kann ich leider nicht zum Lullusfest kommen.

Welche Botschaft wollen Sie den Bad Hersfeldern auf diesem Weg schicken?

Sue Poole: Wir haben uns sehr über den Besuch der Ulli-Meiß-Chöre gefreut. Ich hoffe sehr, dass sie uns wieder besuchen und möchte selbst auch gern bald nach Bad Hersfeld kommen.

Chor der Obersbergschule auf Konzertreise nach Malmesbury

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