Schon am 2. Januar gab es an allen Bankautomaten Bargeld

Chip-Chaos bleibt im Landkreis aus

Hersfeld-Rotenburg. Kunden und Banken im Kreis Hersfeld-Rotenburg sind bei den bundesweiten Problemen mit den Chips auf EC-Karten mit einem blauen Auge davongekommen. Das berichten die Sprecher der Kreditinstitute sowie Vertreter des Einzelhandels übereinstimmend.

„Schon am Tag nach Neujahr konnten die Kunden an allen unseren Automaten wieder Geld ziehen“, berichtet Reinhard Faulstich vom Vorstand der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg. In ähnlich kurzer Zeitspanne habe auch die VR-Bank Bad Hersfeld-Rotenburg Automaten und Kartenlesegeräte in Geschäften von Rechenzentren aus so ansteuern lassen, dass sie auf die Informationen auf den Magnetstreifen der Karten zurückgriffen, erklärt Vorstandssprecher Ronald Englich. Kreditkarten seien bei Kunden beider Banken nicht betroffen gewesen, sagen Faulstich und Englich. Faulstich: „Als Regionalbanken können wir die Geldversorgung schnell aufbauen.“

Auch der Einzelhandel im Kreis weiß von keinen Problemen mit Kartenlesegeräten zu berichten. Wolfgang Schneider, Optiker und Vorsitzender der Handels- und Gewerbevereinigung (HGV) in Bebra, sagt: „Unsere 61 Mitglieder haben keine Vorfälle mit den Bankkarten rückgemeldet.“ Auch in Rotenburg hat der Vorstand der Vereinigung Handel, Handwerk und Gewerbe keine Probleme mit den Karten festgestellt, wie eine Stichprobe unter den Mitgliedern ergab.

Wenige EC-Karten-Kunden

Ebenso entspannt sind die Einzelhändler in Bad Hersfeld. Philipp Kaufmann, Geschäftsführer des Stadtmarketing-Vereins: „Wir haben hier relativ wenige EC-Karten-Kunden durch die Hersfeld-Card. Daher ist die Problematik für uns schwer zu beurteilen.“

Chip statt Magnetstreifen sei trotz allem die Devise der Banken. Reinhard Faulstich erklärt: „Damit werden die EC-Karten sicherer.“

Von Elisa Schubert und Rainer Henkel

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