Bad Hersfelder Feuerwehr organisierte Fortbildungswochenende für Führungskräfte

Chefs auf der Schulbank

Setzten auf Fortbildung: Die Führungskräfte der Bad Hersfelder Feuerwehr. Foto: nh

Bad Hersfeld. Unter dem Motto „Richtige Taktik – kleiner Schaden“ stand die zweite Fortbildung für Führungskräfte der Feuerwehr Bad Hersfeld. Wehrführer Jürgen Richter, der die Einsatzabteilung der Kernstadt leitet, organisierte für die eingesetzten Gruppen- und Zugführer aller Stadtteile ein lehrreiches und spannendes Fortbildungswochenende zu Straßenverkehrsrecht, Atemschutznotfällen, professioneller Brandbekämpfung und Gefahrgutunfällen.

Rechtsanwältin Britta Landsiedel aus Bad Hersfeld informierte die Anwesenden als erste Referentin darüber, wie sich die Angehörigen der Feuerwehr im Straßenverkehr verhalten dürfen und müssen.

Später führte Patrick Kniest, der selbst Kreisausbilder und stellvertretender Gemeindebrandinspektor in Wildeck ist, in die Thematik Atemschutznotfälle ein. In einer aufschlussreichen Gruppenarbeit konfrontierte Kniest die teilnehmenden Führungskräfte mit tragischen Atemschutzunfällen der Vergangenheit in Tübingen und Köln.

Die folgenden beiden Themenblöcke gestaltete Tobias Schindler als ehemalige Lehrkraft an der Hessischen Landesfeuerwehrschule, der jetzt Wachabteilungsleiter der Berufsfeuerwehr Leipzig ist. Anhand zahlreicher Fallbeispiele erläuterte er die Konsequenzen falschen Handelns im Brandfall.

Enger zusammenarbeiten

Mit Hilfe einer interaktiven Präsentation trainierten einige Freiwillige die Erkundung und Befehlsgebung beispielhaft am Brand eines Mehrfamilienhauses. Im Anschluss an den Vortrag Schindlers herrschte Einigkeit darüber, dass die verschiedenen Stadtteilfeuerwehren noch stärker zusammenarbeiten sollten. Zu diesem Zweck wird noch im April eine Arbeitsgruppe entstehen, die sich mit dem Thema Brandeinsatz beschäftigen wird.

Im letzten Block, der durch einen kurzen Einsatz wegen Rauchgeruchs unterbrochen wurde, widmete sich Tobias Schindler dem Thema Gefahrgut. Wichtig war es ihm dabei, Ängste bei den Einsatzkräften abzubauen, da Gefahrstoffe in der Regel unsichtbar an einer Einsatzstelle austreten. (red/rey)

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