Kreisverbände Werra-Meißner und Hersfeld-Rotenburg uneinig

Chaos in der CDU: Streit um Kandidaten

Werra-Meißner / Hersfeld-Rotenburg. Großes Durcheinander herrscht in der CDU bei der Nominierung der Kandidaten für die Bundes- und Landtagswahl. Weil sich die Vorstände der Kreisverbände Werra-Meißner und Hersfeld-Rotenburg nicht einig sind, kommt es wohl zu Kampfabstimmungen. Derzeit gibt es mehrere Kandidaten, die selbst innerhalb der Kreisverbände umstritten sind.

Während sich die CDU-Spitze in Hersfeld-Rotenburg für die erneute Nominierung von Helmut Heiderich als Kandidaten ausspricht (wir berichteten), stieß im Kreisvorstand Werra-Meißner die Bewerbung von Michael Stein aus Sontra auf Wohlwollen.

Mehrere führende Christdemokraten im Werra-Meißner-Kreis trauen Stein diese Aufgabe jedoch nicht zu. So spricht sich der Stadtverband Eschwege für Heiderich aus. Indes plädiert Witzenhausen wohl für Heike Meyer aus Bad Sooden-Allendorf, die ebenfalls Interesse bekundet hat. Die 50-Jährige war vor einigen Jahren als Bürgermeisterkandidatin für die Badestadt im Gespräch.

Wegen der Kandidatensuche steht Frank Hix, Kreisvorsitzender der CDU Werra-Meißner, nun parteiintern in der Kritik. Ihm sei signalisiert worden, dass Hersfeld-Rotenburg einen Bewerber aus dem Werra-Meißner-Kreis unterstützen würde, sagt er. Thorsten Bloß, Vorsitzender in Hersfeld-Rotenburg, bestreitet das und erklärt, dass er „von einer überwältigenden Mehrheit“ für Heiderich ausgeht. Für ihn kam das überraschend, sagte Hix. Äußern werde er sich wieder, wenn er heute mit dem Kreisvorstand beraten hat.

Einige Christdemokraten unterstellen Hix und seinem Stellvertreter Wilhelm Gebhard ein falsches Spiel. Beide würden ihre eigenen Kandidaturen bei den übernächsten Wahlen vorbereiten. Hix und Gebhard bestreiten das. Erst im Frühjahr hatte Hix Dirk Landau als Kreisvorsitzenden abgelöst. HIntergrund

Von Claas Michaelis und Kai A. Struthoff

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