Berufliche Schulen Bad Hersfeld verabschieden 66. Technikerjahrgang

Die Chancen stehen gut

Ingesamt 63 Zertifikate erhielten die 20 Absolventen des 66. Technikerjahrgangs, die hier zusammen mit ihren Lehrern nach der Zeugnisvergabe zu sehen sind. Fotos: Becker

Bad Hersfeld. „Ich wünsche mir viele kleine Konrad Zuses unter Ihnen“, gab Schulleiter Falko Radewald den 20 Absolventen des 66. Technikerlehrgangs der Beruflichen Schulen Bad Hersfeld mit auf den Weg. Schließlich habe der berühmte Erfinder des Computers es wie kein anderer verstanden, sich in Zeiten einer immer komplexer werdenden Welt stets zu behaupten und zurechzufinden. Die Chancen dafür, dass dies auch den frisch gebackenen staatlich geprüften Technikern gelingt, stehen gut: Alle Studenten ihres Jahrgangs haben die Abschlussprüfungen bestanden, alle haben sie Zusatzqualifizierungen, wie die Zuerkennung der Fachhochschulreife oder ein CISCO-Zertifikat erlangt.

Besonderer Ehrengast

Einer der Absolventen erreichte sogar die Traumnnote 1,0. „Wir können stolz auf uns sein“, meinte auch der Vertreter des Entlassungssemesters, Uwe Schaller. Dies bestätigte ein ganz besonderer Ehrengast der Entlassungsfeier: Anlässlich des 100. Geburtstags von Konrad Zuse hielt seine Tochter, Hannelore Zuse-Stöcker, eine Rede zu Ehren ihres Vaters, in der sie von seinem Leben als Pionier auf dem Gebiet der Computerentwicklung berichtete. Anschließend überreichte sie gemeinsam mit Peter Pawlik vom Förderverein der Beruflichen Schulen das Konrad-Zuse-Zertifikat für hervorragende Leistungen, das bereits ihr Vater zu Lebzeiten noch vergeben hatte. Auch Gerard Wolny vom Bundesverband für höhere Berufe der Technik, Wirtschaft und Gestaltung appellierte an die Zuversicht der Absolventen: „Fachkräfte wie Sie werden überall gesucht.“ Die Qualifikation zum staatlich geprüften Techniker setze sie an die Spitze der Berufsausbildung, mit der sie überall in Europa gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt hätten. Auch Zuse-Stöcker machte den jungen Berufseinsteigern Mut:

„Mein Vater bastelte seine ersten Modelle noch mit der Laubsäge. Trotz scheinbar unüberwindbarer Hürden gab er aber nie auf und gelangte so an sein Ziel.“

Von Hannah Becker

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