Ruinenfreunde zogen Bilanz: Rekonstruktion und Ausstellung als Erfolgsmodelle

Champagner für die Ruine

Bilanz und Ausblick: Helgo Hahn sprach als Vorsitzender der Gesellschaft der Freunde der Stiftsruine im Grebe-Keller. Foto:  Sennewald

Bad Hersfeld. Im Ambiente des Grebe-Kellers am Linggplatz in Bad Hersfeld hat die Gesellschaft der Freunde der Stiftsruine auf außergewöhnliche Projekte zurückgeblickt und vielversprechende Ausblicke gewagt.

Der Vorsitzende Helgo Hahn stellte vor 71 der insgesamt 280 Mitglieder die vielfach gewürdigte Dauerpräsentation der Festspiele heraus, die von den Ruinenfreunden initiiert und geplant und von der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg finanziert wurde. Nach der Erstausstellung im „wortreich“ hat diese nun ihren Platz im Erdgeschoß des Museums im Stift gefunden; eine eindrucksvolle Arbeit der Museumsmacher Heike Volkert und Eckart Büxel.

Zur Erfolgsgeschichte hat sich auch die Herausgabe der neuen virtuellen Rekonstruktion der Stiftskirche um das Jahr 1600 auf DVD entwickelt. Hier war es eine großzügige Spende der Firma Elektro Hess, die das Werk ermöglichte, das an vielen Stellen in der Stadt weiterhin zu erwerben ist. Prickelndes Vergnügen mit einem Nutzen für die Arbeit des Vereins bedeutet der Verkauf des Festspiel-Champagners durch Götz Geißler, der in Zukunft für den Verein wichtige Geschäftsstellentätigkeiten übernehmen wird.

Geklärt wird derzeit noch, für welche der Festspielstücke in diesem Sommer wieder Einführungsvorträge gehalten werden, die traditionell von der Gesellschaft organisiert sind. Fest steht bereits der Termin der Festspielpreisverleihung, die recht früh bereits am Sonntag, dem 21. Juni, stattfinden wird. Die Moderation übernimmt Lotto-Fee und Kindertheaterleiterin Franziska Reichenbacher. Künstlerischer Ehrengast wird dann unter anderen auch der Hersfeldpreis-Träger Rainer Hauer sein.

Förder-Mitgliedschaft

Auf den Weg gebracht ist eine neue Form der Festspielunterstützung mittels einer Fördermitgliedschaft bei der Gesellschaft der Freunde der Stiftsruine nach dem Vorbild der Bregenzer und der Salzburger Festspiele. Wie man Fördermitglied werden kann und was das neben finanziellem Einsatz auch an Vorteile,n bedeutet, soll kurzfristig in der Presse vorgestellt werden. Bedauert haben es viele Mitglieder, dass Festspielintendant Dieter Wedel, der aktuell zum Stand der Saison berichten wollte, leider nicht erscheinen konnte. (map)

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