Hürden beim Fahrkartenkauf im Zug jetzt viel geringer

Cantus hat Probleme mit Automaten gelöst

Hersfeld-Rotenburg. Die Kritik vieler Fahrgäste an zahlreichen Problemen beim Kauf von Fahrkarten in den Cantus-Zügen hat Wirkung gezeigt: Das Verkehrsunternehmen Cantus und der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) haben die meisten der Probleme jetzt im Griff. „Es ist nicht immer alles super, aber es ist deutlich besser geworden.“ So lautet das Fazit von NVV-Pressersprecherin Sabine Herms.

Eines der Hauptprobleme war, dass vor allem bei den Fünfer-Tickets ein Teil der bereits bezahlten Karten im Inneren der Automaten hängen blieb. Das Papier lud sich statisch auf. Das führte dazu, dass die Fahrkarten aneinander klebten oder auf dem Weg zur Ausgabe hängen blieben.

„Mit technischen Lösungen hat Cantus das in den Griff bekommen“, berichtet Herms. Am Ausfallschlitz wurden Holzstäbchen angeklebt, weil Holz sich nicht auflädt. Außerdem wird raues Papier für die Karten verwendet, das sich nicht auflädt. „Damit gibt es jetzt kaum noch Probleme“, betont Herms.

100 000 Kunden laden App

Für Frust sorgten auch die neuen Fünf-Euro-Scheine, die die Automaten oft nicht annahmen. Die Software der Automaten wurde angepasst. „Jetzt läuft es gut“, erklärt die Pressesprecherin. Auch die Zahl der Beschwerden sei deutlich zurückgegangen.

Immer öfter nutzen Fahrgäste die Möglichkeit zum Ticket-Kauf per App. Bereits 100 000 Kunden haben das NVV-Programm auf ihr Smartphone geladen.

Bei der Nutzung der EC-Karte aber haben Fahrgäste gerade bei den ersten Versuchen oftmals noch Probleme, weil die Anweisungen am Automaten für Einsteiger nicht eindeutig sind.

Probleme mit den Automaten sorgten immer wieder für Unmut. Zuletzt hatte unsere Zeitung im November darüber berichtet.  Zum Tage, Seite 2

Von René Dupont

Kommentare