Zum Bye-Bye auf Tuchfühlung

Bad Hersfelder Festspiele: Fröhlicher Abschied vom Ensemble von „Hexenjagd“ und „Sommernacht“

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Unermüdlich: Richy Müller war gestern ganz für seine Fans da, stand für jedes gewünschte Erinnerungsfoto zur Verfügung und hatte für jeden ein freundliches Wort.

Bad Hersfeld. Bevor am Abend bei den Bad Hersfelder Festspielen die letzten Vorstellungen von „Hexenjagd“ und „Sommernachts-Träumereien“ über die Bühne gingen, verabschiedeten sich die Ensembles mit einer spontan organisierten Bye-Bye-Party im Stiftspark von ihrem Publikum.

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Eine zündende Idee: Weil das Wetter mitspielte und die Festspieler nach anstrengender Proben- und Spielzeit jetzt entspannt und locker waren, wurde es eine ausgesprochen fröhliche Abschiedsfeier.

Fotos und freundliche Worte

Sandy Mölling, Motsi Mabuse, Hersfeldpreisträger Christian Nickel, Ilja Richter, Elisabeth Lanz, Charlotte Puder, Gunther Emmerlich, Cusch Jung, Richy Müller,Markus Majowski, Horst Janson, Rasmus Borkowski, Peter Englert, Intendant Dieter Wedel und viele andere hatten nichts dagegen, mit ihren Fans auf Tuchfühlung zu gehen. Überall bildeten sich lange Schlangen, um beim Schießen eines Erinnerungsfotos und dem Austausch freundlicher Worte an die Reihe zu kommen. Autogrammjäger wussten gar nicht, wo sie mit der Bitte um Unterschriften beginnen sollten, weil die Star-Dichte im Festspielpark so groß war.

Offene Türen eingerannt

Wie sich herausstellte, hatte Festspiel-Pressesprecherin Monika Liegmann mit der Initiative zu diesem Dankeschön des Ensembles an die gastgebende Stadt nicht nur bei Intendant Dieter Wedel offene Türen eingerannt, sondern auch bei den allermeisten Mitwirkenden.

Denn die wussten die Freundlichkeit der Hersfelder während der vergangenen Wochen und Monate sehr zu schätzen. Dass die Stadt „ihre“ Festspiele und „ihre“ Schauspieler mit offenen Armen empfängt, das ist beim Ensemble angekommen.

Deswegen wurde im Stiftspark immer wieder die Frage nach einem Wiedersehen im nächsten Jahr bei den 67. Bad Hersfelder Festspielen gestellt. Beantwortenkonnte sie kaum einer – alles eine Frage der Termine –, doch ein klares „Nein“ war nirgendwo zu hören. Einer allerdings plante schon über den Tag hinaus. Ilja Richter hatte sich in die gezeichneten Arbeiten des Requisiteurs Georgy Vysotsky verliebt, seine Motive meist hinter der Bühne und auch aus der umgekehrten Perspektive gefunden hatte. Noch an Ort und Stelle versuchte Richter eine Ausstellung der Bilder zu organisieren, stieß auf Interesse bei Verantwortlichen der Stadt und versprach, bei der Vernissage selbst mitzuwirken – am liebsten noch in diesem, aber auf jeden Fall im nächsten Jahr.

Nächstes Jahr wieder

Dann soll es laut Monika Liegmann auch wieder ein Abschiedsfest im Park geben: zu gut war gestern der fröhliche Auftakt, um die Party nicht zu einer festen Einrichtung zu machen.

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