Zum 26. Internationalen Freundschaftsfest kamen Hunderte zum Feiern

So bunt wie die Welt

Aus Bebra kam die türkische Tanzgruppe zum Internationalen Freundschaftsfest nach Bad Hersfeld. Foto: Hettenhausen

Bad Hersfeld. Was mit Musik aus den Schweizer Bergen begann, endete mit türkischer Folklore: Das 26. Internationale Freundschaftsfest am Sonntag im Bürgerhaus Hohe Luft präsentierte sich so bunt wie die Welt ist, mit viel Tanz und Musik, gutem Essen und netten Gesprächen. Es war für die Augen, Ohren und den Gaumen der Besucher ein Ausflug in ferne Länder.

Zahlreiche ausländische Gäste waren in ihrer landesüblichen Kleidung erschienen, so dass das farbenfrohe Bild im Bürgerhaus die Vielfalt der Kulturen widerspiegelte. Die evangelischen Kirchengemeinden der Stadtkirche und der Auferstehungskirche Hohe Luft hatten zusammen mit dem Verein für Internationale Jugendarbeit, der christlich-jüdischen Gesellschaft, dem Projekt Jugend 2010, dem IKUZ und dem Ausländerbeirat zu dem Fest eingeladen.

Das Motto „Zusammenhalten- Zukunft gewinnen“ sollte bewusster gemacht und ein Zeichen gegen Vorurteile, Diskriminierung und Gewalt gesetzt werden. „Wer miteinander redet und sich für andere interessiert, setzt ein solches wichtiges Zeichen in unserer multikulturellen Zeit“, sagte Werner Schnitzlein, der Vorsitzende der christlich-jüdischen Gesellschaft, zur Begrüßung der Gäste.

26. Internationales Freundschaftsfest

Sowohl drinnen im Bürgerhaus als auch draußen wurde fröhlich gefeiert. Ein Teil der Schlosserstraße war abgesperrt, damit die Kinder bei dem herrlichen Wetter dort viel Gelegenheit zum Spielen hatten. Ein buntes Zelt der Diakonie schmückte den Vorplatz des Bürgerhauses.

Fremde annehmen

„Es entspricht der christlichen Grundhaltung, Fremde aufzunehmen und anzunehmen. Das stärkt die Gemeinschaft in ihrer Vielfalt“, sagte Roswitha Alterhoff, Prälatin i.R., als Festrednerin. Auch die Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz hob die Bedeutung des Festes für das Zusammenwachsen der Völker hervor. „Damit Bad Hersfeld für viele Kulturen zur Heimat wird, benötigt man einen langen Atem“, stellte sie fest. Bürgermeister Thomas Fehling formulierte seinen Traum von der „Mitmachstadt Bad Hersfeld“, in der sich jeder Bürger aktiv einbringen könne, so wie dies auch bei diesem Fest möglich sei. Wenn sich die Idee des Festes noch mehr im Alltag eines jeden etablieren würde, wäre auch der Vorsitzende des Ausländerbeirates, Sahin Cenik, zufriedener.

Von Vera Hettenhausen

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