Ein grauer Kasten wird farbig: Geistalschule weiht den sanierten Förderstufentrakt ein

So bunt wie das Leben

Einen bunten Schlüssel, farbig wie die neue Schulfassade, übergab Architekt Norbert Klos (vorne links) an den Leiter der Geistalschule, Gerhard Vater (2.von links). An dem Festakt nahmen neben Landrat Dr. Schmidt, Erster Kreisbeigeordneter Künholz und Bürgermeister Fehling viele Vertreter der Kreispolitik teil.

Bad Hersfeld. „Schule muss Spaß machen“, sagte Manuela Struthoff, die Vorsitzende des Schulelternbeirates der Geistalschule, am Samstag beim Festakt zur Einweihung des sanierten Förderstufentraktes der Gesamtschule Geistal. Und in schönen Gebäuden und hellen, farbenfrohen Räumen lasse sich dieses Ziel besonders gut verwirklichen, fuhr sie fort und lobte den gelungenen Umbau des Schulgebäudes.

Fast 40 Jahre ist die Schule alt. Jetzt machten 1,3 Millionen Euro aus dem „grauen Kasten einen bunten Farbkasten“, so beschrieb Schulleiter Gerhard Vater das neue Erscheinungsbild. Vater begrüßte zur Einweihungsfeier zahlreiche Gäste in der Schulaula, unter anderem Bürgermeister Thomas Fehling. Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt, die Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz sowie Anita Hofmann, die Leiterin des Staatlichen Schulamtes, gratulierten in kurzen Ansprachen.

Ökologische Bauweise

Norbert Klos, der Architekt, stellte die Umbaumaßnahmen und deren Vorgehensweise vor. Mutig und lobenswert sei die Entscheidung des Bauherren, des Landkreises, gewesen, eine ökologische Bauweise zu wählen und eine Holzrahmung als Dämmschutz vor das bestehende Betongerüst der Schule zu stellen. Um das Konzept „offener Unterricht“ umzusetzen, sind 1 563 Quadratmeter Fläche neu gestaltet worden. Lichtdurchflutete Klassenräume mit Fenstern dazwischen und Fenstern zum Flur, Arbeitsinseln im Flur und in den Kursräumen sowie Teamräume für die Lehrer direkt vor Ort sollen ein offenes und gutes Miteinander gewährleisten.

Die Schule sei jetzt so bunt wie das Leben, wie die Kinder und auch das geistige Spektrum der jungen Leute, „die hier Goethe lesen und Grass, die hier Pythagoras hassen oder lieben, die hier ihre Kreativität ausleben“, betonte Landrat Dr. Schmidt.

Stellvertretend für die Förderstufenschüler, die die neuen Räume nutzen werden, bedankten sich die Sechsklässler Adrian Pflanz und Florian Wickert bei den Verantwortlichen. Mit allem zufrieden seien sie aber noch nicht, gaben sie zu. Es fehlten noch neue Tafelflächen, Mülleimer in den Fluren und bessere Garderoben. Dr. Schmidt versprach, diese Missstände schnell zu beseitigen.

Künholz lobte das Engagement der zweitgrößten Gesamtschule im Kreis, durch gemeinsames Lernen und die Förderung individueller Stärken alle Schüler erfolgreich voranzubringen. Wie dieses erklärte Ziel der Geistalschule im Alltag umgesetzt wird und wie die Räume mit Leben gefüllt werden, wurde in dem großen Angebot an Aktivitäten im Laufe des Vormittags deutlich.

Tag der offenen Tür

Die Schule hatte zu einem „Tag der offenen Tür“ eingeladen. Nahezu alle Klassenräume waren geöffnet, um Unterrichtsabläufe und -ergebnisse zu präsentieren. Verschiedene AGs stellten sich vor. Die Firma Höltl informierte über „Ausbildungsplätze mit Zukunft“ und gemeinsame Schulprojekte. Auf dem Schulhof lud Anke Andersdotterson zu Bewegungsangeboten ein.

Ein absolutes Highlight war eine Modenschau mit der Wahl von „Geistal’s next Topmodel“. Es wurden schicke Second-hand-Klamotten aus dem „Kaufladen“ der Jugendwerkstatt vorgeführt. Der Erlös aus deren Verkauf kam den Betreuungsangeboten dieser Werkstatt zugute.

Von Vera Hettenhausen

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