Staatssekretär macht Hoffnung auf Ortsumgehung Lispenhausen

Bund will Rotenburg nicht hängen lassen

Rotenburg. Die Chance für den Bau der Ortsumgehung Lispenhausen im Verlauf der Bundesstraße 83 verbessert sich. Der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Rainer Bomba (CDU), versicherte bei einem Besuch in der Alheimer-Kaserne, der Bund werde alles tun, um die Finanzierung der 17,4 Millionen Euro teuren Ortsumgehung zu stemmen.

Auf diese Umgehungsstraße warten die 2500 Bewohner des Rotenburger Stadtteils seit Jahrzehnten. Jetzt kommt durch die geplante Schließung der Rotenburger Alheimer-Kaserne im Jahr 2015 offenbar neuer Schwung in das Vorhaben. Um die Kaserne als künftigen Gewerbstandort zu vermarkten, muss das Gelände besser an das Straßennetz angebunden werden. Dazu ist nicht nur der Bau der Ortsumgehung Lispenhausen, sonderen auch der Neubau einer dritten Fuldabrücke nötig. Damit würden auch das gemeinsame Gewerbegebiet der Städte Rotenburg und Bebra sowie das Gewerbegebiet Bebra-West besser erschlossen.

Im Dezember 2011 hatte das hessische Verkehrsministerium erklärt, für Brücke und Ortsumgehung sei kein Geld da und deshalb werde auch kein Geld für die weitere Planung ausgegeben.

Bomba forderte hingegen die Politiker im Kreis Hersfeld-Rotenburg auf, in Wiesbaden auf eine rasche Planung zu drängen. Es sei wichtig, schnell für Planfeststellung und Baurecht zu sorgen. Wenn der Bund noch Geld habe – Ende 2011 waren noch 100 Millionen Euro in der Straßenbaukasse geblieben – „sind zuerst die dran, die Planfeststellung und Baurecht haben“, sagte Bomba.

17,4 Millionen Euro seien angesichts der Straßenbau-Milliarden „nicht die Welt“, diese Summe könne am Jahresende übrig sein und nach Rotenburg fließen. Denn in die künftig leere Kaserne „kommt keiner hin, siedelt sich keiner an“, wenn die Straßenverbindung schlecht sei.

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Von Jörg Steinbach

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