Kreisverband Hersfeld-Rotenburg nimmt Stellung zum Gerichtsurteil über Dens

BUND: Wir brauchen die Windkraft

Hersfeld-Rotenburg. Der BUND-Kreisverband Hersfeld-Rotenburg begrüßt das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts gegen die geplanten Windkraftanlagen auf dem Armesberg bei Dens aus naturschutzfachlicher Sicht.

Dies sei ein Erfolg zum Schutz der Rotmilane, schreibt Jörg Bennedik in einer Stellungnahme zu dem Bericht in unserer Zeitung vom 20. Janaur. Dem Schutz der Greifvögel im Offenland werde bei diesem Projekt zu wenig Rechnung beigemessen. „Daraus Parallelen zu den geplanten Windkraftanlagen auf dem Hersfelder Wehneberg zu ziehen, ist aus meiner Sicht nicht gerechtfertigt. Denn nach diesem Urteil des Verwaltungsgerichtes erhalten Windkraftanlagen im Wald noch größere Bedeutung“, betont Bennedik. Die ornithologische Fachwelt sei sich einig, dass Windkraftanlagen im Wald gerade den Rotmilan weniger gefährden als Anlagen im offenen Gelände.

Auch wenn das Urteil zum Schutz der Rotmilane grundsätzlich zu begrüßen sei, mache die Berichterstattung doch deutlich, dass neben dem Vogelschutz auch subjektive Befindlichkeiten bei der Ablehnung der Windkraftanlagen eine Rolle spielen.

Aus der Aussage der Windkraftgegner, dass das Urteil „bundesweit Beachtung finden wird“, schließt Jörg Bennedik, dass sie hoffen, dass durch die Gerichtsentscheidung weitere Windenergie-Projekte in Hessen zu Fall gebracht werden. Das zeige, dass auch bei einigen im Naturschutz Aktiven zu wenig bedacht werde, dass der Ausbau der erneuerbarer Energien im Zeichen der Klimaerwärmung aktiver Natur- und Artenschutz bedeute.

„Nicht nachvollziehbar“

Nicht nachvollziehbar sei der Kommentar zu dem Bericht. Wie der Kommentator zu der kühnen Behauptung komme, dass wir schon bald „mehr als genug“ alternative Energie in Deutschland produzieren, sei schwer nachzuvollziehen, wenn man bedenke, dass noch 76 Prozent der Bruttostromerzeugung 2013 aus nicht erneuerbaren Energiequellen stammen. (red/dup)

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