Gewinner des Planspiels Börse erkunden mit der Sparkasse die Autostadt in Wolfsburg

Bugatti blendet Börsianer

Jubel über den Gewinn: Die Sieger des Planspiels Börse erlebten gemeinsam die Autostadt in Wolfsburg. Fotos: Dräger

Hersfeld-Rotenburg. Am Bahnhof, dem Treffpunkt, herrscht Klassenfahrt-Feeling. Mehr oder weniger müde kommen die Schüler der Blumensteinschule in Obersuhl, der Konrad-Duden-Schule Bad Hersfeld (KDS), der Gesamtschule Niederaula und die Auszubildenden der Sparkasse um 7.30 Uhr an.

Zur Stärkung bekommen sie von den Sparkassen-Mitarbeiterinnen Anna Wenk und Katharina Florschütz erstmal ein Frühstückspaket. Während der Hinfahrt werden einige der 31 Teilnehmer dann wach vor Aufregung. Andere ziehen es vor, nochmal die Augen zu schließen. Aber als der Bus um 10.30 Uhr in der Autostadt in Wolfsburg hält, sind alle fit.

Und ein Blickfang lässt nicht lange auf sich warten. Gleich im ersten Pavillon steht ein silberner Bugatti, der so glänzt, dass man ihn kaum von den ihn umringenden Spiegeln unterscheiden kann.

Glanz, der spiegelt: Der silberne Bugatti war ein Blickfang bei der Tour durch die Autolandschaft.

Das Auto findet auch Katharina Heger von der Blumensteinschule richtig gut. „Ich hätte auch gerne so einen.“ Leider bleibt das ein Traum, denn die sieben Modelle des französischen Designers sind schon alle ausverkauft und liegen mit 1,6 Millionen Euro auch über dem Preisbudget der meisten Autokäufer.

400 Autos im Turm

Auch die Lamborghini-Show beeindruckt die Schüler. Wenn im Pavillon der Motor des Wagens zu dröhnen beginnt, sodass man sein eigenes Wort nicht mehr versteht, dreht sich ein gelber Lamborghini aus der Wand. Alle schauen wie gebannt auf das gelbe Fahrzeug. „Ich bin hier zum ersten Mal und ich finde es klasse“, erzählt Leopold Möbius, Leiter des Siegerteams der Blumenstein-Schule.

Wand von Rückspiegeln: Lukas Michael Seeger ist beeindruckt vom Design.

Ein weiterer Höhepunkt sind die zwei Autotürme, in denen Autos bereitgestellt sind, die in den nächsten zwei Tagen an ihre Besitzer ausgeliefert werden. Und das sind eine Menge, denn jeden Tag, sieben Tage die Woche, werden 700 Autos verkauft. „Etwa 400 Autos stehen in jedem Turm. Das ist eindrucksvoll“, erzählt Chris Schneider, Mitarbeiter der Autostadt.

Doch nicht nur was sie sehen, sondern auch was sie lernen, finden die Teilnehmer erstaunlich. In dem Workshop „Hand in Hand“ stellen die Gewinner eine Autofirma dar und müssen feststellen, dass es gar nicht so einfach ist; ein Auto auf den Markt zu bringen und haben vollstes Verständnis dafür, dass es von der Skizze bis zum fertigen Modell fünf bis sieben Jahre dauert.

Nicht nur für Autofans

Nach dem Workshop bleibt den Autobegeisterten noch Zeit, die Autostadt auf eigene Faust zu erkunden, bis es um 16 Uhr wieder zurück in den Kreis Hersfeld-Rotenburg geht. Und auch wenn die Mädchen der KDS keine Autofans waren, Wolfsburg fanden sie toll, wie sie sagen.

Glücklich und erschöpft von den vielen Erfahrungen lassen sich die Teilnehmer auf die Sitze fallen und verbringen die Rückreise zurück damit, die geschossenen Fotos zu bewundern.

Von Magdalena Dräger

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