Heiterkeit unter den Bad Hersfelder Stadtverordneten beim Thema Frauenförderplan

Der Bürgermeister ist ein Mann

Bad Hersfeld. Erst Hickhack, dann Heiterkeit: Als die Bad Hersfelder Stadtparlamentarier während ihrer jüngsten Sitzung über einen Antrag der Mehrheitsfraktion von SPD, Grüne und FWG zum Frauenförderplan diskutierten, ging es zunächst bierernst zur Sache.

Zwar hatte Bürgermeister Thomas Fehling umstandslos eingestanden, dass die gesetzlich vorgeschriebene Erarbeitung des Plans bislang versäumt worden sei und dass diese Fleißaufgabe voraussichtlich auch bis zur nächsten Sitzung im Oktober nicht zu schaffen ist.

Doch ob der Antrag nach dieser Stellungnahme für erledigt erklärt werden sollte – so sah es Michael Bock von der Neuen Bürgerliste – oder als Aufforderung an den Magistrat dennoch zu beschließen war, darüber gab es heftige Debatten.

Und in diesem Zusammenhang wurde auch daran erinnert, dass die nach der letzten Kommunalwahl installierte Frauenkommission mittlerweile schon wieder beerdigt werden musste, weil sich niemand fand, der den Vorsitz übernehmen wollte. Diesen Posten hätte kraft Amtes auch der Bürgermeister übernehmen könne, was aus den Reihen der Stadtverordneten jedoch den Einwand provozierte, der aber sei doch ein Mann.

Die in diesem Moment am Rednerpult stehende Grünen-Stadtverordnete Monika Schmidt kommentierte trocken: „Das kann ich bestätigen. Der Bürgermeister ist ein Mann.“ Der Rest war Gelächter, der Antrag wurde mit Mehrheit verabschiedet. (ks)

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