SPD bedauert FWG-Entscheidung und erinnert an gemeinsame Verantwortung

Bürgermeister ist gefragt

Bad Hersfeld. Überrascht und mit großem Bedauern reagiert die SPD Bad Hersfeld auf die Entscheidung der FWG zum Austritt aus der gemeinsamen Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung.

Mit diesem Schritt gehe eine langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit zum Wohl der Stadt zu Ende, heißt es in einer Pressemitteilung des Stadtverbandsvorsitzenden Gunter Müller. „Die SPD akzeptiert die Entscheidung der FWG, sich neu aufzustellen“, schreibt Müller, ist jedoch über die Begründung der Freien Wähler verwundert. Denn Anhaltspunkte für unterschiedliche Auffassungen zu dem noch nicht vorliegenden Haushalt 2014 hätten die FWG-Vertreter zuvor nicht gegeben.

Weil der Entwurf für 2014 von Bürgermeister Thomas Fehling (FDP) noch nicht in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht worden sei, hätten die Sozialdemokraten ihre Vorstellungen dazu auch nicht darlegen könnne, argumentiert der SPD-Chef.

„Wir hätten uns auch weiterhin eine gemeinsame Koalition mit der FWG sehr gut vorstellen können, freuen uns aber auch in Zukunft auf eine gute Zusammenarbeit mit den Kollegen im Hersfelder Parlament“, ist Müller optimistisch.

Zu wünschen bleibe, dass in der Stadtverordnetenversammlung stärker die gemeinsame Verantwortung der verschiedenen Fraktionen für Bad Hersfeld entwickelt werde, schreibt Müller weiter. Hier sei nach wie vor der Bürgermeister gefragt, der bisher außer Lippenbekenntnissen zu einer parteiübergreifenden Kompromisssuche jede konstruktive Zusammenarbeit hat vermissen lasse. Der immer gleiche Einwand, für alle Missstände die SPD oder den verstorbenen Altbürgermeister verantwortlich zu machen, werde diesem Anspruch nicht gerecht, so Müller. (red/ks)

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