Informations-Veranstaltung zur Gründung eines Lärmschutz-Beirates für Bad Hersfeld

Bürger kämpfen gegen Krach

Bad Hersfelder Bürger wollen einen Lärmschutzbeirat gründen. Mit diesem Plakat werden sie dafür. Montage: privat

Bad Hersfeld. Die drei Bürgerinitiativen, die sich für einen besseren Lärmschutz entlang der Eisenbahn, bei Windkraftanlagen und an der A4 einsetzen, wollen gemeinsam einen Lärmschutzbeirat für die Kreisstadt gründen. Deshalb laden die Bürgerinitiativen zusammen alle Interessierten zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung ein, die am Montag 15. Februar, ab 19 Uhr im Konferenzraum K 1 in der Stadthalle stattfindet.

Pläne und Karten

Auslöser für die Gründung eines Lärmschutzbeirates sei die ständig zunehmenden Lärmbelastung der Bad Hersfelder Bevölkerung, besonders durch Verkehrslärm auf Straßen und Schienen sowie neuerdings durch Windkraftanlagen“, erklärt Mit-Initiator Dr. Joachim Dähn in einer Pressemitteilung.

Nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz müssen die Bürger über Lärmkarten und Aktionspläne zum Lärmschutz durch die Behörden und Gemeinden informiert werden. „Das ist bisher nur unzureichend geschehen“, sagt Dähn. Bei der Ausarbeitung der Aktionspläne sei darüber hinaus auch die Öffentlichkeit anzuhören und deren Mitwirkung sicherzustellen. „Diese Bürgerbeteiligung ist in Bad Hersfeld nach Ansicht der Bürgerinitiativen deutlich verbesserungsfähig“, findet Dähn. Die in einem Lärmschutzbeirat vertretenen Bürger, Fachleute und Politiker hätten die Aufgabe, kommunale Brennpunkte der Lärmbelastung zu benennen und Vorschläge zum Lärmschutz zu erarbeiten. Die personelle Zusammensetzung werde durch die städtischen Gremien festgelegt.

Ein Lärmschutzbeirat könne nach der Hessischen Gemeindeordnung durch Beschluss des Stadtparlaments als beratendes Gremium den kommunalen städtischen Organen, beispielsweise dem Ausschuss für Stadtplanung und Umwelt, beigeordnet werden.

Ein entsprechender Antrag dazu soll auf der Bürgerversammlung beschlossen werden. (red/kai)

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