Neue Mehrheit im Hersfelder Stadtparlament zeigt Wirkung

Bündnis setzt Grimm als 1. Stadtrat durch

Der neue Magistrat der Stadt Bad Hersfeld mit Bürgermeister Thomas Fehling (vorne rechts), dem 1. Stadtrat Gunter Grimm (daneben) und dessen Vorgänger Dr. Rolf Göbel (mit roter Krawatte).

Bad Hersfeld. Die neue Mehrheit in der Bad Hersfelder Stadtverordnetenversammlung hat bei der konstituierenden Sitzung am Donnerstagabend erstmals Wirkung gezeigt – zugleich aber auch schon einen kleinen Riss offenbart.

Das erst im Laufe dieser Woche zustande gekommene Bündnis von CDU, FDP, UBH und FWG/Die Linke setzte bei der Wahl der Magistratsmitglieder Gunter Grimm (CDU) als Ersten Stadtrat durch und sorgte dafür, dass die SPD mit Dr. Rolf Göbel und Renate Hucke nur noch zwei ehrenamtliche Stadträte entsenden konnte.

Der Fünfer-Zusammenschluss verfügt im Parlament über 20 Stimmen – eine mehr als SPD, die Fraktion Grüne/NBL und der fraktionslose NBL-Stadtverordnete Jochen Kreissl.

Bei der geheimen Wahl des zweiten städtischen Vertreters neben dem Bürgermeister für den Verwaltungsrat der Sparkasse scherte jedoch zumindest ein Stadtverordneter aus der neuen Allianz aus: Gewählt wurde Dr. Rolf Göbel (SPD), denn für Hans-Jürgen Schülbe (UBH) wurden lediglich 19 Stimmen gezählt.

Einig waren sich alle Stadtverordneten bei der Wahl ihres Vorsitzenden: Lothar Seitz (SPD) wurde für weitere fünf Jahre als Stadtverordnetenvorsteher bestätigt. Und ebenso einmütig wurde zum Schluss der Sitzung eine Resolution zum neuen Bundesverkehrswegeplan verabschiedet, die sich gegen die darin enthaltenen Pläne der Deutschen Bahn für den Bau einer Schnellbahntrasse durch das Geistal richtet.

Stammte die Vorlage ursprünglich von der SPD, so wurden Ergänzungen von FWG/Die Linke und Grüne/NBL problemlos aufgenommen: Die Ablehnung der Trassen-Pläne schließt auch die bisher schon bekannte Wegführung durch das Fuldatal und den Kurpark ein. Auch soll eine Bürgerversammlung zum Thema veranstaltet werden. 

Kommentare