openHouse im Buchcafé begeisterte mit vielfältigem und unterhaltsamem Programm

Bühne frei für Talente

Open House im Buchcafé: Mike Maestro (karierte Hose) erzählte rappend mit Unterstützung von Stefan Kaval aus seinem Leben, Charlene Blum tanzte, Robin Keidel, Mario Gulich und Sebastian Thiele führten artistischen Breakdance vor, Frederik Weiser (Gitarre, Gesang) und Felix Zacharias (Cajon) präsentierten eigene Lieder und bekannte Hits, Pavel Czechovic unterhielt blendend mit Musikkabarett, Joky, Chico Mario, Aileen Winter und Markus Koch hatten ein Hörspiel erarbeitet, Werner Jacubcyk las eigene Texte vor und die international besetzte Angklung-Gruppe spielte Musik auf indonesischen Bambus-Instrumenten (Fotos von links oben im Uhrzeigersinn). Fotos: Zacharias

Bad Hersfeld. Es gehört schon eine ganze Menge Mut dazu, sich auf eine Bühne zu stellen und einem unbekannten Publikum etwas zu präsentieren, was man mit viel Herzblut und Mühe eigens für diesen Tag erarbeitet hat.

Mit seinem openHouse bietet das Buchcafé in Bad Hersfeld mehrmals im Jahr eine Bühne für Nachwuchstalente jeden Alters. Hier können sie sich vor Publikum ausprobieren, ohne gleich ein abendfüllendes Programm bestreiten zu müssen. Dabei wäre das Frederik Weiser und Felix Zacharias vermutlich gar nicht schwer gefallen. Die beiden 15-Jährigen spielen normalerweise in der Band Blackout und zeigten an diesem Abend, dass eigene Lieder und Hits bekannter Stars auch in der kleinen Besetzung sehr gut hörbar sind.

Besinnlich und humorig

Seit März 2009 nimmt Doris Eckhart-Mardt an der Schreibwerkstatt in der Dippelmühle teil, versucht ihre Stimmungen und Gedanken mit eigenen Worten zu Papier zu bringen und lernt sich dabei besser kennen. An diesem Abend las sie ihre Erzählung „Der rote Schal“. Eigene Texte, besinnlich und humorig, hatte auch Werner Jacubcyk zu seiner Lesung mitgebracht.

International besetzt ist die Angklung-Gruppe des Interkulturellen Zentrums, die unter der Leitung von Susan Bernstein Volkslieder aus Indonesien, Deutschland und Schottland auf indonesischen Bambus-Instrumenten vortrug.

Wie er auf die schiefe Bahn geriet und dann doch noch die Kurve kriegte, das erzählte der Rapper Mike Maestro in seinen Songs und erhielt dafür viel Beifall. Unterstützt wurde er von Stefan Kaval, der abschließend auch noch tanzte und damit ganz spontan für eine HipHop-Gruppe aus Bebra einsprang, die wegen eines Unfalls hatte absagen müssen.

Zu den Höhepunkten des Abends zählte zweifellos auch Pavel Czechovic mit seinem Musikkabarett aus Molwanien, dem Land des schadhaften Lächelns, und Liedern, die er aus bekannten Songs (Biene Maja, Moskau etc.) umgedichtet hat.

Mit Anmut und großem Können begeisterte Charlene Blum mit einer Tanzvorführung von „Tribal dance“, einer modernen Form des orientalischen Bauchtanzes.

Ein Märchen für Jung und Alt haben als Live-Hörspiel Joky, Chico Mario, Aileen Winter und Markus Koch in der Hörspielwerkstatt des Jugendhauses erarbeitet. Die passenden Geräusche zur Geschichte vom „Gute-Laune-Bäumchen“ erzeugte Bady Buhle.

Meister ihres Fachs sind die Breakdancer Robin Keidel aus Heringen, Mario Gulich aus Dippach und Sebastian Thiele aus Eisenach, Hessen- und Thüringenmeister nämlich. Sie faszinierten mit akrobatischen Tanzeinlagen.

Insgesamt ein abwechslungsreicher, unterhaltsamer Abend.

Von Christine Zacharias

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