Schüler organisierten neuntes Leselust-Festival in der Aula der Konrad-Duden-Schule

Bühne frei für die Literatur

Weihnachtszeit ist Lesezeit: Die Schüler der Konrad-Duden-Schule brachten beim Leselust-Festival ein Programm aus Gesang und Schauspiel auf die Bühne der Aula. Foto: Spanel

Bad Hersfeld. Kurzzeitig musste das Publikum in der Aula der Konrad-Duden-Schule sogar in Deckung gehen, als plötzlich Süßigkeiten von der Bühne in den Saal geflogen kamen. Das neunte Leselust-Festival, das die Schüler am Donnerstagabend gestalteten, war weit entfernt von einer drögen Vorleseveranstaltung. Die Jungen und Mädchen hatten zusammen mit der betreuenden Lehrerin Inge Seemann, der Vorlese-AG und der „Jungen Jury“ Bad Hersfeld sechs Buch-Neuerscheinungen ausgewählt, die sie szenisch und mit vollem Körpereinsatz auf der Bühne vorstellten.

Lob für Fleiß und Eifer

Die stellvertretende Schulleiterin Roswitha Giebel lobte den Fleiß und den Eifer der Schüler, mit denen sie das Festival in den letzten Wochen akribisch geplant hatten: „Ein solches Leselust-Festival gibt es nur an der Konrad-Duden-Schule, und euer Einsatz hat das möglich gemacht.“

Lesestoff für die Kleinen

Die Schüler der Unterstufe eröffneten den Abend mit der Präsentation von Isabel Abedis „Fünf Sterne für Lola“, „Die Wilden Küken – Ab ins Abenteuer“ von Thomas Schmid und Annette Neubauers „Sowas von fies“. Alle drei Bücher waren im Vorfeld des Festivals diskutiert worden und so ausgewählt, dass sich insbesondere die jüngere Leserschaft angesprochen fühlte. Auf der Bühne gaben die Schüler alles: Ausgestattet mit witzigen Accessoires und farbenprächtigen Kostümen weckten sie bei allen Anwesenden mit ihrer lebendigen Darstellung die Lust aufs Lesen. Nach den fulminanten Auftritten kürte die „Junge Jury“ Shaun Tans „Eric“ mit dem filigranen, schulinternen Preis „Dudo“ zum besten Buch des Jahres für die jüngere Leserschaft.

Souffleusen für kleine Hänger

In der zweiten Hälfte der Veranstaltung kamen die etwas Älteren auf ihre Kosten. In Michael Northrops „Kälte“, „tschick“ von Wolfgang Herrndorf und Endre Lunds „To do“ standen ernstere Themen im Mittelpunkt. Auch hier überzeugte die Darbietung der Schüler der Mittelstufe, die ihre Texte völlig frei vortrugen. Für den seltenen Fall kleinerer Hänger standen eigens Souffleusen parat.

Als bestes Buch für die Mittelstufe wurde „Göttlich verdammt“ von Josephine Angelini prämiert.

Duden-Singers heizten ein

Zum Charme des Festivals trugen vor allem die KonradDuden-Singers unter der Leitung von Bernd Raacke bei, die mit Liedern wie Bill Ramseys „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“ die perfekte Ergänzung zu den einzelnen Buchbeiträgen boten.

Der Höhepunkt des kurzweiligen Festivals war erreicht, als Jürgen Bode von der Hoehlschen Buchhandlung von den Schülern einen „Ehren-Dudo“ überreicht bekam. Jürgen Bode unterstützt die „Junge Jury“ bereits seit zehn Jahren mit Rat und Tat und machte damit ein Ereignis wie das Festival möglich.

Von Emily Spanel

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