„Open House“-Programm mit Laienkünstlern aus Musik, Lyrik und Comedy

Buchcafé als Talentschuppen

Eine Gruppe junger Geigen-Nachwuchstalente aus Bad Hersfeld spielte am Samstagabend unter Leitung von Anastasia Boksgorn (rechts) einige sehr schöne Melodien im Buchcafé. Foto: Rödiger

Bad Hersfeld. Als Talentschuppen erwies sich das Bad Hersfelder Buchcafé bei der fünften Auflage von „Open House - Bühne frei für Laienkünstler/innen aus der Region“. Seit der Wiederbelebung dieser schönen alten Buchcafé-Tradition im Jahr 2009 gibt es in der Stadt wieder ein regelmäßiges Bühnenforum, welches ausschließlich für Laienkünstler aus der Region geschaffen wurde.

Auch diesmal gab es wieder jede Menge Interessantes zu erleben. Als Opener durfte eine der jüngsten Teilnehmerinnen, Lisann Haßler aus Bad Hersfeld, Einstudiertes am Klavier darbieten. Als zweites spielte die Bad Hersfelder Kinder-Geigengruppe unter der Leitung von Anastasia Boksgorn eine klassische Overtüre von Rossini und einige modernere Melodien.

Danach las die Immenhäuserin Ute Baumgärtl unter anderem aus ihren Kindheitserinnerungen. Sie erzählte von einem traurigen Weihnachtsfest im Jahr 1966. Traurig deshalb, weil sie als Kind den heiligen Abend ganz allein im Krankenhaus verbringen musste. An diesem Abend erlebte sie aber auch etwas Wunderbares, als ein älterer Krankenhauspatient ihr unverhofft eine große Freude bereitete, indem er zu ihren Gunsten auf seine Betreuung am Heiligabend verzichtete.

Die acht Tänzerinnen und Tänzer der Haunetaler „Dance Liners“ zeigten dann ihren typisch-nordamerikanischen Line-Dance zu Country- und Dancepop-Musik im lockeren Country-Outfit.

Einen weiteren musikalischen Programmpunkt steuerte Katrin Reusch-Landsmann aus Rhina mit ihrem diatonischen Knopfakkordeon bei. Sie spielte einen Walzer und einen Tango aus den Dreißiger Jahren und ein kleines Beatles-Medley.

Nach einer kurzen Pause spielte Florian Gödel auf dem Buchcafé-Klavier einen Satz aus einer Sonate von Ludwig van Beethoven.

Dann betrat der Bad Hersfelder Hobby-Comedian Adrian Volk die Bühne. Er erzählte Komisches und plauderte aus seinem „Nähkästchen“ als Zeitungsausträger.

Die Schenklengsfelderin Anna Ruch und die Pferdsdorferin Anne Berk spielten danach gemeinsam als Duo auf Akkordeon und Geige. Einen weiteren humoristischen Beitrag zum Programm leistete dann Klaus Sempert aus Bebra mit seiner Lesung.

Den Schlussakt vollführte der gemischte Laienchor des Bad Hersfelder Buchcafés unter Leitung von Chris Price. Der Chor sang „Der Mörder ist immer der Gärtner“ von Reinhard Mey und den Chanson „Fröhlich sein“.

Für alle Künstler des Abends gab es viel Applaus und ein Dankeschön von den Veranstaltern. Das nächste OpenHouse findet übrigens am 16. März 2012 statt.

Von Werner Rödiger

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