Architekten- und Ingenieurverein Bad Hersfeld beim Autobahnbau im Asbachtal

Brückenbaustelle als Erlebnis

Fachlich interessiert: Die Mitglieder des Architekten- und Ingenieurvereins besichtigen die Baustelle Asbachtalbrücke. Foto: privat

Asbach. Zahlreiche Mitglieder des Architekten- und Ingenieurvereins Bad Hersfeld (AIV) besichtigten die Autobahnbaustelle im oberen Asbachtal. Die Gelegenheit, den komplexen Brückenbau der Arbeitsgemeinschaft Bickhardt-Bau/Kirchner vor der Haustür zu erleben, wollten sich viele nicht entgehen lassen.

Der Fahrbahnaufbau der schönen alten Sandsteinbrücke wird dabei fast völlig abgeräumt und dann wieder, mit nun drei Fahrspuren plus Standstreifen, neu hergestellt.

Der neue Standstreifen kragt frei über die alten Brückenabmessungen heraus. Die neue Fahrbahn wird im Taktschiebeverfahren hergestellt. Rund 20 Meter lang ist ein neues Segment der Fahrbahn nach dem Betonieren. Dieses wird dann auf die Brücke hinausgeschoben.

Am Ende sind fast 200 Meter Brücke zu schieben, um die andere Seite des Talgrunds zu erreichen.

Damit die alten Bögen der zwischen 1938 und 1942 entstandenen Brücke unter der neuen Last nicht nachgeben, wurden Sicherungsgerüste eingebaut, die den ursprünglichen Baugerüsten stark ähneln. Innerhalb der Gewölbe sichern insgesamt rund 16 000 Keile jeden Stein.

Voller Interesse folgte das Fachpublikum den Erläuterungen der Pläne durch Ingo Sauer von der Firma Bickhardt-Bau. Zusammen mit Lars Hassenpflug von der Firma Kirchner wurde dann die Taktschiebeanlage erläutert.

Danach konnten vom Gerüst aus die zahlreichen Details der Bogensanierungen unter die Lupe genommen werden. Die interessanten Ausführungen ließen sogar die Kälte vergessen. (red)

Kommentare