Skepsis herrschte vor bei der Bürgerversammlung in Rotenburg

Der Brückenbau spaltet Rotenburg

Rotenburg. Die Brücke der Städtepartnerschaften – Zufahrtsstraße zur Rotenburger Altstadt – soll ab Frühjahr nächsten Jahres über einen Zeitraum von etwa zweieinhalb Jahren erneuert werden. Anlass für eine Bürgerversammlung am Dienstag, bei der deutlich wurde, dass noch viele Fragen offen sind.

Umleitungen für den Schwerverkehr, Auswirkungen auf die Rotenburger Geschäftswelt, den Einsatz von Notarzt und Feuerwehr, auf den Schulbusverkehr, die Anlieger und die Umwelt – das alles wurde angesprochen. Abschließend geklärt wurde wenig, denn Unwägbarkeiten bleiben bei einem Mega-Projekt. Bürgermeister Manfred Fehr sagte denn auch: „Alle Eventualitäten kann man nicht einplanen.“

Sanierung der Länge nach

Etwa 3,5 Millionen Euro soll die Sanierung kosten, kündigte Baudirektor Peter Wöbbeking vom Amt für Straßen- und Verkehrswesen in Eschwege an. Der Verkehr soll während der Bauarbeiten zweispurig weiter rollen. Möglich wird das, weil die Bauabschnitte der Länge nach eingeteilt sind. Das heißt, zuerst wird die östliche Seite komplett von der Neustadt zur Altstadt erneuert, anschließend die Westseite.

Eine Vollsperrung der Brücke über einen Zeitraum von sechs bis acht Wochen ist gegen Ende der Bauzeit geplant, wenn beide sanierten Teile verbunden und asphaltiert werden.

Der Schwerlastverkehr wird weiträumig umgeleitet. Aus und in Richtung Bad Hersfeld und Bebra sollen die Lastwagen über den Dickenrück in die Stadt rollen, aus und in Richtung Kassel mit einer Einbahnstraßenregelung über die Alheimer Ortsteile Baumbach und Niederellenbach.

Besonders die Umleitung über den Dickenrück mit seinem Gefälle sorgte für Skepsis unter den 150 Besuchern: Wie sollen sich Lastwagen auf der engen Straße begegnen? Was geschieht bei Eis und Schnee? Antworten gab es dazu nicht.  Zum Tage

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Von Silke Schäfer-Marg

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