Arbeitsgemeinschaft Schule/Wirtschaft hat neue Ansprechpartner in der Region

Brücken in die Arbeitswelt

Nach 16 Jahren engagierter Tätigkeit verabschiedet Frauke Syring (Bildmitte), Geschäftsführerin des Arbeitskreises Schule/Wirtschaft in Kassel, den Sprecher des Arbeitskreises Hersfeld-Rotenburg Lothar Nordheim (2. v. r.) in den Vorruhestand. Seine Aufgaben übernimmt das neue Sprechertrio: Gerhard Vater (rechts), Maike Uhlemann (links) und Christian Dietrich (2. v. l.). Foto: Skrzyszowski

Bad hersfeld. Womit lässt sich überhaupt das Geld für den Lebensunterhalt verdienen? Welcher Beruf ist der richtige? Das neue Sprecherteam der Arbeitsgemeinschaft Schule/Wirtschaft für den Arbeitskreis Hersfeld-Rotenburg hilft Jugendlichen bei der Beantwortung dieser Fragen.

Gerhard Vater, Schulleiter der Gesamtschule Geistal, wird in Zukunft von Maike Uhlemann, ebenfalls Lehrerin der Gesamtschule Geistal, und Christian Dietrich von der Werratalschule Heringen bei dieser Aufgabe unterstützt.

Zuvor war Lothar Nordheim seit 1994 bis zum Sommer dieses Jahres dafür zuständig, der seit 1996 gemeinsam mit Gerhard Vater das Sprecher-Duo für den Landkreis Hersfeld-Rotenburg bildete. Nach 16 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit, für die ihm die Arbeitsgemeinschaft die silberne Ehrennadel verliehen hatte, wurde Nordheim nun in den Vorruhestand verabschiedet.

Zahlreiche Projekte

Unter dem Motto „Es gibt für alles eine Lösung“ hat er mehrere Projekte ins Leben gerufen. Nach der Grenzöffnung leistete der 62-Jährige mit der Integration der thüringer Pädagogen in das Verständnis des Unterrichtsfaches „Arbeitslehre“ wichtige Pionierarbeit, da es das an Arbeitsprozessen orientierte Fach zu dem Zeitpunkt dort noch nicht gab.

Neben der Organisation einiger Veranstaltungshighlights, wie zum Beispiel der Betriebsbesichtigung des Opelwerks in Eisenach, hat Lothar Nordheim auch das Schulprogramm für die Werratalschule mit umgesetzt. Betriebspraktika sowohl für alle Jahrgangsstufen 9 als auch in der gymnasialen Oberstufe sollen für die Schüler zukünftig ein Erstkontakt mit der Arbeitswelt sein und ihnen die Möglichkeit bieten, eigene Interessen und Neigungen auszutesten. Hierbei können die drei besten Praktikumsberichte der Schüler in einem jährlich stattfindenden Wettbewerb von Schule/Wirtschaft eingereicht werden.

Lothar Nordheim hat mit dem Projekt „Praxistage im Betrieb“ außerdem Lehrern die Möglichkeit gegeben, einen Tag lang „am Schraubstock tätig zu werden“, da vor allem die Lehrkräfte das Wissen über die Arbeitswelt in die Schulen tragen.

„In meiner Amtszeit habe ich deutlich gemerkt, dass die Praxiserfahrung der Schüler anhand der Einblicke in die Betriebe wichtig für deren berufliche Zukunft ist“, erklärt der 62-Jährige.

Kontaktbörse

Aufgrund der Veränderung des Arbeitsmarktes und der sinkenden Schülerzahlen profitieren auch die Unternehmen von der Kontaktbörse Schule/Wirtschaft. Dadurch erhöhe sich nicht nur die Anzahl qualifizierter Bewerber für Praktika und Ausbildungsplätze, sondern die konkreten Jobangebote der Firmen seien zudem eine zusätzliche Leistungsmotivation für die Schüler, erklärt Gerhard Vater.

Der Teilnehmerkreis regelmäßig stattfindender Veranstaltungen der Arbeitsgemeinschaft, die durch den Verband der Metall- und Elektro-Unternehmen Nordhessen finanziert werden, setze sich außerdem verstärkt aus Interessenten der Arbeitsverwaltung sowie der freien Bildungsträger zusammen.  Termine

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