G. Schankweiler-Ziermann über Kaloku

Bruch des Vertrauens

Wer sein Kind in einen Kindergarten gibt, tut das im Vertrauen darauf, dass es dort in guten Händen ist. Wenn das Kind im Kaloku-Kindergarten ein wie auch immer besprochenes Salz bekommen hat, ohne dass die Eltern darüber informiert wurden und ihr Einverständnis gaben, ist das ein Vertrauensbruch. Was kommt als Nächstes?, müssen sie sich fragen.

Bei dem eingetragenen Warenzeichen Kaloku handelt es sich offenbar um eine aus verschiedenen esoterischen Richtungen zusammengestellte Deutung der Welt. Es gibt Seminare, die in diese Deutung einführen. Dass es keinen Zusammenhang zwischen den Kaloku-Seminaren und dem Kindergarten desselben Namens geben soll, kann man wohl keinem weismachen.

Der Eindruck drängt sich auf, dass das hinter dem Naturkindergarten stehende Kaloku-Weltverständnis verschleiert wird, weil Eltern ihre Kinder sonst nicht bringen würden.

Von einer Harmonie von Herz, Gefühl und Verstand kann man zurzeit also kaum sprechen. redaktion@hersfelder-zeitung.de

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