Brief auf Bad Salzungen

Besorgte Milchbauern und internationale Bildhauer

Marie Luise Otto Redakteurin STZ

Hallo liebe Leserinnen und Leser in Bad Hersfeld, die Bauern in der Region werden wohl eine ordentliche Durchschnittsernte einfahren, doch noch steht die Hälfte der Druschfrüchte draußen. Große Sorgen bereitet den landwirtschaftlichen Betrieben dagegen nach wie vor der Milchpreis.

„Wenn der Lkw-Zug die Milch abfährt, schauen wir hinterher und wissen, dass wir wieder Geld verloren haben“, klagte der Vorstandsvorsitzende der Agrargenossenschaft Rhönland in Dermbach Dr. Gerold Ditzel Ditzel zur Ernte-Pressekonferenz.

So wie in dem Dermbacher Betrieb ist auch die Bilanz der Milchbauern in der Wartburgregion insgesamt negativ. Dieter Mitschke, der Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes, sprach von insgesamt 15 Millionen Euro, die die Landwirte weniger bei der Milch binnen eines Jahres erlösten. Die Folge: Einige Betriebe habe die Milchproduktion bereits aufgegeben oder zumindest die Bestände stark reduziert. Andere denken darüber nach.

In Bad Salzungen findet nach dreijähriger Pause zum sechsten Mal das internationale Bildhauersymposium statt. Vom 14. bis 20. August widmen sich am Burgsee fünf Künstler aus Deutschland, Italien, Syrien, Bulgarien und der Schweiz dem Thema „Leben“. 53 Bildhauer aus 20 Ländern hatten sich beworben. Eine vierköpfige Jury suchte die Bewerber aus.

Die Wahl fiel auf Annabella Claudia Hofmann aus Italien, Ibrahim Alawad aus Syrien, Korbinian Huber aus Deutschland, Rafail Georgiev aus Bulgarien und Leto alias Markus Meyle aus der Schweiz.

Das Symposium wird am Samstag, 14. August, 18 Uhr, musikalisch umrahmt von Dudelsackklängen und der Präsentation der Künstlerentwürfe, eröffnet. Während der Arbeitswoche kann den Bildhauern täglich zwischen 9 und 12 Uhr und 14 und 17. 30 Uhr über die Schulter geschaut werden. Der Zutritt ist frei.

Am 20. August, um 18 Uhr zur Finissage verleiht der Bürgermeister der Stadt Bad Salzungen Klaus Bohl (Freie Wähler) dem Bildhauer mit dem beeindruckendsten Kunstwerk den „Salzunger Kunstpreis“.

marie-luise.otto@stz-online.de

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