Es brennt überall

Hallo, liebe Leserinnen und Leser der Hersfelder Zeitung, am Samstagabend stand beim Feuerwerk zum Abschluss des Seefestes in Bad Salzungen wieder der Burgsee in Flammen. Ein Spektakel, welches längst nicht mehr nur die Bürger der Kreisstadt anzieht. Leider waren das die einzigen Flammen, die zu Begeisterungsstürmen animierten.

Es brennt – mussten wir gleich mehrfach mitteilen. Anfang der Woche brannte ein Wohn- und Geschäftshaus in Kaltennordheim. Nur einen Tag später brach ein Feuer auf dem Gelände der Bundeswehr in Bad Salzungen aus. Drei Soldaten wurden leicht verletzt. Am Donnerstag kämpften 45 Feuerwehrkameraden am Burgsee in Bad Salzungen gegen die Flammen. Aus den Fenstern und dem Dach der ehemaligen „Station junger Techniker“ schlugen die Flammen meterhoch. Die Brandermittler aus Suhl haben die Arbeit aufgenommen.

Die Einsatzkräfte kamen in dieser Augustwoche nicht zur Ruhe. Am Dienstagabend fegten Unwetter über die Region. Am schlimmsten betroffen war Kaltensundheim im Nachbarlandkreis. Ein Tornado mit Spitzengeschwindigkeiten bis zu 150 Stundenkilometern deckte innerhalb weniger Minuten Dächer ab und fällte Bäume. Er hinterließ eine Schneise der Verwüstung. Im Vergleich dazu kam der Wartburgkreis relativ glimpflich davon.

Es brannte aber auch im übertragenen Sinne. Die Hitze brannte auf unserer Haut, also suchten wir einen kühlen Kopf an kühlen Orten. Im Bad Salzunger Keltenbad brennt die Zeit unter den Nägeln der Handwerker. Feuchtigkeit, die wahrscheinlich über die Flachdächer in die Baustelle dringt, macht Schwierigkeiten. Der Eröffnungstermin am 8. September könnte in Gefahr geraten. Bei den Jagdgenossen in Merkers brennt die Luft weiter, der Streit konnte nicht beigelegt und die Jagdpacht erneut nicht vergeben werden.

Bei den sieben Ehepaaren, die am 8.8.1988 in Bad Salzungen geheiratet haben, brannte offensichtlich öfter die Luft. Vier sind geschieden. Nur drei feierten am 8. August silberne Hochzeit. Mehr Glück brachte offensichtlich das Datum 9.9.1999. Von den elf Paaren, die damals den Bund fürs Leben geschlossen haben, ließen sich nur drei scheiden.

Übrigens, langsam beginnen hier im Wahlkreis 190 (Wartburgkreis-Eisenach-Unstrut-Hainich-Kreis) auch die Kandidaten für die Bundestagswahl zu brennen, zumindest für ihre Ideen und ihr Wahlprogramm. Wir dürfen gespannt sein, wer die Wähler überzeugen kann.

ute.weilbach@stz-online.de

Kommentare