Feuerwehrleute unterrichten die Forscherklasse der Konrad-Duden-Schule

Brennendes Interesse

Fachleute zu Gast: Ausbilder Patrick Kniest (links) und Kreisbrandinspektor Jürgen Weingarten schilderten den Kindern der Forscherklasse, wie Brände entstehen, und demonstrierten fatale Löschversuche. Foto: nh

Bad Hersfeld. 25 Mädchen und Jungen der fünften Klassen an der Konrad-Duden-Schule nehmen an der Arbeitsgemeinschaft Forscherklasse teil. Betreut wird die Forscherklasse von drei Lehrerinnen und Lehrern, die sich zum Ziel gesetzt haben, die Kinder in besonderem Maße für Naturwissenschaften zu begeistern. Im Laufe des Schuljahres wagten die Schülerinnen und Schüler viele Experimente und erforschten naturwissenschaftliche Phänomene.

Die Konrad-Duden-Schule ist seit drei Jahren am Projekt Kulturschule des hessischen Kultusministeriums beteiligt, das auch die Förderung der Naturwissenschaften einschließt.

„Uns ist auch wichtig, dass die Kindern nicht nach dezidierter Anleitung experimentieren, sondern genügend Freiraum zum Ausprobieren und Entwickeln eigener Ideen haben“, erläutert der Lehrer Timo Schäfer.

Knete, die schwimmt

In der modernen Welt müssen zunehmend Lösungen für komplexe Probleme gefunden werden. Die Lehrerinnen und Lehrer der Forscherklasse haben diesem Sachverhalt durch den Unterricht in der Forscherklasse Rechnung getragen. So brachten die Jungforscher Knete zum Schwimmen bringen und probierten aus, was man tun muss, damit ein rohes Ei den Fall aus dem dritten Stockwerk überlebt. Die Schülerinnen und Schüler konstruierten Raketenautos und fanden heraus, wie man einen Heißluftballon aus einem gelben Sack bauen kann. Sie montierten Brücken und lernten die Grundlagen elektrischer Schaltungen.

Wie Feuer entsteht

Einen besonderen Höhepunkt hatten sich die Lehrerinnen und Lehrer zusammen mit der Feuerwehr ausgedacht. Kreisbrandinspektor Jürgen Weingarten und Ausbilder Patrick Kniest kamen an die Schule und stellten mit den Kindern Experimente aus dem Feuerwehrlehrgang „Brennen und Löschen“ an.

Nachdem Patrick Kniest mit den Schülerinnen und Schülern erarbeitet hatte, welche Voraussetzungen notwendig sind, damit überhaupt ein Feuer entstehen kann, wurden verschiedene Brände gezeigt. Beim Versuch, brennendes Wachs mit Wasser zu löschen, gab es eine Stichflamme – ebenso, als Bärlappsporen in eine offene Flamme geblasen wurden.

Das Erfolgsmodell der Forscherklasse wird nun an der Konrad-Duden-Schule in der 6. Klasse fortgeführt. Auch die neuen Schülerinnen und Schüler der fünften Klasse können sich zur Teilnahme an der Forscherklasse anmelden. (kh/red)

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