Bouffier unter Tage: „Vorwürfe grober Unfug“

Von Kameras umringt: Ministerpräsident Volker Bouffier bei seiner Grubenfahrt im K+S Werk Werra. Foto: Eisenberg

Philippsthal. Als „groben Unfug“ hat Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier am Donnerstag den Vorwurf, er habe den die Aufklärung des Mordes an Halit Yozgat verhindert, während eines Pressetermins im Kaliwerk Werra bezeichnet. Bouffier hatte auf Einladung des K+S-Vorstandsvorsitzenden Norbert Steiner die Grube Hattorf bei Philippsthal besucht.

„Ich habe selten so viel Unsinn gehört“, kommentierte Bouffier die Vorwürfe des Vorsitzenden des Bundestagsausschusses zur NSU-Mordserie, Sebastian Edathy (SPD), während eines Interviews 800 Meter unter der Erde. Edathy hatte Bouffier „Verhinderung von Strafverfolgung im Amt“ vorgeworfen. Bouffier hatte die Entscheidung des hessischen Verfassungsschutzes unterstützt, Kasseler Ermittlern keine Aussagegenehmigung des Geheimdienstlers Andreas T. zu erteilen.

Bouffier sagte, in dem Sachverhalt gebe es sei sechs Jahren keine neuen Erkenntnisse. Der Ministerpräsident kündigte an, vor dem Untersuchungsausschuss auszusagen. Bisher sei er dazu jedoch nicht geladen.

Gemeinsam mit einer K+S-Delegation, darunter K+S-Vorstandsvorsitzender Norbert Steiner, K+S-Vorstand Gerd Grimmig und Werksleiter Rainer Gerling hatte Bouffier den Kaliabbau in der Grube Hattorf besichtigt. Der Ministerpräsident, der dieses Bergwerk erstmals besuchte, zeigte sich sichtlich beeindruckt. (jce)

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