Staatssekretär aus dem Bundesbauministerium vom Schilde-Projekt ganz begeistert

Bomba geht das Herz auf

Strippenzieher: Boehmer, Seitz und Bomba (von links) im alten Verwaltungsgebäude, das zur Fachhochschule umgebaut wird.

Bad Hersfeld. Die Begeisterung, die Staatssekretär Rainer Bomba für den Schildepark zeigte, war nicht gespielt. „Da geht einem das Herz auf“, schwärmte der Besucher vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, nachdem ihn Vertreter der Stadt gestern an Ort und Stelle über das 35 Millionen-Euro-Projekt informiert hatten.

Deshalb beeilte sich Bomba auch zu versichern, dass bereits begonnene Vorhaben von den geplanten Kürzungen bei der Städtebauförderung nicht betroffen seien. „Die Finanzierung für dieses Vorhaben steht“, sagte der Mann aus Berlin.

Beeindruckt

Was den Staatssekretär in Bad Hersfeld nach eigenem Bekunden „außerordentlich beeindruckt“ hatte, war zudem der behutsame Umgang mit der historischen Bausubstanz auf dem ehemaligen Industriegelände. Bomba habe es anderswo auch schon ganz anders erlebt und sinnierte über die Frage, was nachfolgende Generationen wohl davon hielten, wenn Gebäude wie die alten Backsteinhallen einfach plattgemacht würden.

Für das Nutzungskonzept mit der Wissens- und Erlebniswelt „wortreich“ zum Thema Sprache, der Lehrwerkstatt und der Veranstaltungshalle sowie für die landschaftsplanerische Gestaltung zeigte der Gast aus der Hauptstadt ebenfalls großes Interesse.

Mit seinem Chef, Bundesbauminister Peter Ramsauer, sei er sich deshalb einig, dass die bevorstehende Verringerung der Städtebauförderungsmittel nur als vorübergehende „Delle“ zu sehen sei. Schließlich bedeute jeder Euro Fördergeld weitere Investitionen im Wert von 8,50 Euro. Und 5000 Förder-Euros bedeuteten einen Arbeitsplatz.

Insgesamt, so teilte Bomba mit, fließen in diesem Jahr 610 Millionen Euro in die Städtebauförderung. Bad Hersfeld rechnet für den Schildepark mit rund sechs Millionen Euro Zuschüssen aus Mitteln der Städtebauförderung, allerdings verteilt auf die Jahre bis 2015.

Beispielhaft

Das Hersfelder Mammut-Projekt sah der Staatssekretär im übrigen als derart beispielhaft an, dass er Bürgermeister a.D. Hartmut H. Boehmer, der das Vorhaben als Geschäftsführer von Stadtentwicklungsgesellschaft und Wirtschaftsbetrieben weiter betreut, bat, seine Erfahrungen anderen Städten zur Verfügung zu stellen.

Im Anschluss an die Besichtigung des künftigen Schildeparks ließen sich Bomba und seine Begleiter, darunter Dr. Helga Jäger, Referatsleiterin im Hessischen Verkehrsministerium, beim Gang durch die Fußgängerzone weiter über die Stadtsanierung informieren. Nachdem der Staatssekretär zuvor schon in Fulda Station gemacht hatte, ging es am Nachmittag weiter nach Kassel und Grebenstein.

Von Karl Schönholtz

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