„The Weasel in the Sack“: Englisches Theater an der Konrad-Duden-Schule

Bösewichte durchgekitzelt

Lustig, bunt und gut verständlich war die englischsprachige Aufführung des White Horse Theatre mit dem Stück „The Weasel in the Sack“ in der Aula der Konrad-Duden-Schule. Foto: Raacke

Bad Hersfeld. Direkt nach den Osterferien wurde für die 5. und 6. Klassen der Konrad-Duden-Schule in Bad Hersfeld vom englischsprachigen White Horse Theatre das Stück „The Weasel in the Sack“ in der Aula aufgeführt. Fachleiterin Wiltrud Mühlbauer hatte mit der Fachschaft Englisch die Show organisiert, die vor wenigen Wochen auch in den Obersberg-Schulen zu sehen war.

Der eitle Algernon, der gefräßige Marmaduke, ihre Mutter und die ungeliebte Stiefschwester Fred, ein Findelkind, leben in Armut. Die Brüder werden von der Mutter verwöhnt, während Fred die schwere Arbeit tun muss und von ihren Brüdern verachtet wird.

Als das Geld der Familie zu Ende geht, werden die beiden Söhne von ihrer Mutter auf die Suche nach Ruhm und Reichtum in die Welt hinaus geschickt. Dort begegnen sie einer mysteriösen Frau im Wald, die sie vergeblich um ein Almosen bittet. Sie berichtet den beiden unfreundlichen Brüdern von einem riesigen Goldschatz, der von einem zweiköpfigen Drachen bewacht wird.

Im Kampf um das Gold verlieren die Brüder und müssen nun sieben Jahre lang für den Drachen arbeiten. Nach einem Jahr zieht auch ihre Schwester Fred in die Welt und rettet sie schließlich durch einen Sieg über den Drachen mit einem musikalischen Trick.

Mut und Lauterkeit

Mit ihrem Mut und ihrer Lauterkeit befreite Fred, in Wahrheit eine entführte Königstochter, ein ganzes Dorf vom bösen Drachen, die Stiefmutter von der Armut und die Stiefbrüder schließlich auch von ihrer Bosheit und Eitelkeit.

Diese hatten, statt dankbar zu sein, geplant Fred – als Wiesel – in einen Sack zu stecken und sie in den See zu werfen, um das lästige Mädchen endgültig loszuwerden.

Für die Darstellung der zahlreichen Verwicklungen und Szenen schlüpft die vierköpfige Schauspielertruppe des White Horse Theatre in viele verschiedene Rollen. Immer wieder überraschen die jungen Schauspieler aus Großbritannien die Zuschauerinnen und Zuschauer mit witzigen Ideen und Kostümen in einer fantasievollen Dekoration à la Peking-Oper.

Bedenken, die Schülerinnen und Schüler könnten das Stück vielleicht nicht verstehen, zeigten sich schon bald als unbegründet, da kurze, einfache Texte, häufige Wiederholungen und professionelle schauspielerische Gestik und Mimik das Verständnis erleichterten und das Publikum ins Geschehen einbezogen. So konnten auch sprachlich weniger begabte Schüler der spannenden Handlung folgen, wobei der Spaß nicht zu kurz kam.

Nachher im Gespräch

Die Aufführung des White Horse Theatre hat das Publikum für eine Stunde in ihren Bann gezogen und amüsant unterhalten.

Über 150 Schülern wurde der Englischunterricht einmal anders nahe gebracht und die Motivation für das Englischlernen verstärkt. Am Ende des Stückes durften zahlreiche Freiwillige die Bösewichte Marmaduke und Algernon im Sack kräftig durchkitzeln.

Viele Schüler nutzten nach dem Stück die Möglichkeit mit ‚native speakers’, also Menschen, deren Muttersprache das Englische ist, bei Fragen zum Stück und zu den Personen ins Gespräch zu kommen.

Von Bernd Raacke

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