Boehmer schmeißt als Geschäftsführer der Stadtentwicklungsgesellschaft hin

Bad Hersfeld. Bad Hersfelds Ex-Bürgermeister Hartmut H. Boehmer (69) hat seinen Rücktritt als Geschäftsführer der Stadtentwicklungsgesellschaft SEG und der städtischen Wirtschaftsbetriebe zum 31. Januar erklärt.

Gegenüber unserer Zeitung begründete er seinen Schritt mit „einer mangelnden Wertschätzung meiner Arbeit.“

Boehmer war in die Kritik geraten, als er eine Erhöhung seiner Aufwandsentschädigung gefordert und befristet auf drei Monate genehmigt bekommen hatte. Die Anhebung seines „Netto-Stundenlohns“ von elf auf 20 Euro hatte er mit dem hohen Arbeitsaufkommen insbesondere bei der Betreuung des Schildepark-Projekts und bei der Sanierung der Vitalisklinik begründet.

Die Mitglieder der Gesellschaftsgremien hätten dem „ohne Ausnahme zugestimmt“, sagte Boehmer.

Insofern sei es erstaunlich, wenn in der öffentlichen Diskussion argumentiert werde, dass er für seine Pension nun auch ehrenamtlich, also kostenlos, für die städtischen Gesellschaften Verantwortung zu übernehmen hätte, erklärte der zum 31. August vergangenen Jahres in den Ruhestand gewechselte Alt-Bürgermeister.

Boehmer hatte sich nach seinem Ausscheiden aus dem Amt bereit erklärt, beiden Gesellschaften als Geschäftsführer weiter zur Verfügung zu stehen, um die Kontinuität der Projekte sicherzustellen.

Sein Nachfolger im Rathaus, Thomas Fehling, wollte Boehmers Entscheidung zunächst weder kommentieren noch bewerten. „Ich muss über die Situation nachdenken und zunächst prüfen, was das bedeutet“, sagte Fehling am Freitag gegenüber unserer Zeitung. (ks)

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