Scheidender Bürgermeister im HZ-Interview

Boehmer-Nachfolger hat genug zu tun

Bad Hersfeld. Auch auf den neuen Bad Hersfelder Bürgermeister (oder die neue Bürgermeisterin) warten große Aufgaben. Dies ist die Ansicht des scheidenden Rathauschefs Hartmut H. Boehmer, der im Interview mit unserer Zeitung gleich mehrere „Zukunftsthemen“ benannte.

Ganz oben auf der Tagesordnung sieht Boehmer beispielsweise das komplexe Sanierungsprojekt der drei Häuser am Kirchtor, das Logistikzentrum Obersberg als weitere Ansiedlungsmöglichkeit und den Ausbau von Bad Hersfelds Identität als „familienfreundliche Stadt“.

Desweiteren müsse sein(e) Nachfolger(in) wachsam sein, was die Baupläne der Deutschen Bahn für einen Streckenausbau im Fuldatal direkt an der Stadt vorbei angehe.

Obwohl sich Boehmer an der Kandidatensuche nicht beteiligt, hat er klare Vorstellungen. „Der neue Mann oder die neue Frau muss eine Persönlichkeit sein, anerkannt und kompetent. Und er muss arbeiten wollen, manchmal wie ein Verrückter,“ sagte der Bürgermeister. Darüber hinaus sei eine parlamentarische Mehrheit erforderlich. „Sonst funktioniert es nicht,“ warnte Boehmer.

Hartmut H. Boehmer (68), mit einer Unterbrechung von sechs Jahren seit 1978 im Amt, hatte aus gesundheitlichen Gründen seinen Rücktritt zum 31. August dieses Jahres angekündigt. Der oder die Neue wird am 7. November gewählt. (ks) lokalseite 6

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