Bocks Kritik: Festspiel-Defizit „hausgemacht“

Bad Hersfeld. „Ein wenig hausgemacht“ sei das Defizit von 88 000 Euro der Bad Hersfelder Festspiele in der Saison 2011, kritisierte der Stadtverordnete Michael Bock von der Neuen Bürgerliste NBL während der jüngsten Parlamentssitzung.

Seine Begründung: Durch die Vielzahl der Produktionen kollidieren die Festspiele zwangsläufig mit den Terminplänen des Arbeitskreises für Musik, der die Oper in der Stiftsruine und die Festspielkonzerte veranstaltet. Intendant Holk Freytag hatte die Überschreitung seines Etat mit der „problematischen Probensituation“ begründet.

Diese Problematik sei auch für das kommende Jahr absehbar, sagte Bock und verwies darauf, dass bei Beginn der Festspielkonzerte am 16. Juni erst eine Schauspielpremiere stattgefunden habe.

Hintergrund von Bocks Äußerungen ist der noch bis 2015 laufende Vertrag, der die Nutzungsrechte der Stiftsruine durch beide Kulturträger und damit das Nebeneinander von Festspielen und Oper regelt.

Auch der Intendant hat bereits mehrfach kritisiert, dass die Festspiele durch den Vertrag in ihren Möglichkeiten eingeschränkt seien. (ks)

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