Notfälle werden auf jeden Fall versorgt – Spender fehlen

Blutkonserven sind knapp – keine Gefahr

Gut gekühlt: Das Blutkonserven-Depot im Zentrallabor des Klinikums Bad Hersfeld. Foto: z

Hersfeld-Rotenburg. Deutlich zurückgegangen ist in den Wochen seit Ferienbeginn der Bestand an Blutkonserven im Kühlhaus des DRK-Blutspendedienstes in Kassel, von dem aus auch die Kliniken im Kreis Hersfeld-Rotenburg beliefert werden. Es fehlt einfach an genügend Blutspendern in der Region.

Die Krankenhäuser in Nordhessen erhalten derzeit nur noch etwa 30 bis 40 Prozent ihrer regelmäßigen Bestellmengen. Trotzdem betont Institutsleiter Dr. Gerhard Holzberger: „Notfälle werden auf jeden Fall weiterhin versorgt.“

Das bestätigt Ursula Windolph-Heisinger, leitende medizinisch-technische Assistentin im Zentrallabor des Klinikums Bad Hersfeld. Das Klinikum dient auch als Depot für mehrere kleinere Krankenhäuser in der Nachbarschaft, hält in der Regel einen Vorrat von etwa 200 Blutkonserven vor und wird zweimal pro Woche vom DRK-Blutspendedienst beliefert.

Auf den aktuellen Engpass reagiert das Klinikum mit einer ausgefeilten Operationsplanung, für die Anästhesie-Chefarzt Dr. Wolfgang Fahle verantwortlich ist. Aber auch hier gilt: Der Transfusionsbedarf für Unfallopfer und andere Notfallpatienten ist in jedem Fall sichergestellt. Blut ist kostbar, auch jenseits der Sommerflaute. „Wir tragen Verantwortung gegenüber dem Spender“, sagt Windolph-Heisinger. „Bei uns verfällt so gut wie keine Konserve.“

Von Peter Lenz

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