250 Dinge, die wir mögen (85): Die Kirschbaumallee an der Kreisstraße 1

Blütenzauber am Straßenrand

Immer wieder ein schöner Anblick: Die Kirschbäume, die entlang der Kreisstraße 1 zwischen Mecklar und Meckbach in voller Blüte stehen. Foto:  Apel

Ludwigsau. Normalerweise fällt sie einem kaum noch auf, denn seit dem Bau der direkt am Industriegebiet „Im Fuldatal“ vorbeiführenden Umgehungsstraße ist es ruhig geworden an der alten K 1. Sie verbindet seit jeher auf kürzestem Wege die Dörfer Meckbach und Mecklar, und seit Anfang des Jahres ist sie als R 1 ausgewiesen. Einmal im Jahr zieht sie sich ein besonders schönes Kleid an: Wenn es Frühling wird und wenn die an ihrem nordöstlichen Rand gepflanzten Kirschbäume –wie jetzt – in voller Blüte stehen.

Nach Mecklar geflüchtet

Dem Großvater von Ortsvorsteher Wilfried Leiter, dem nach dem Zweiten Weltkrieg mit seiner Familie nach Mecklar geflüchteten sudetendeutschen Straßenwärter Josef Leiter, der am Rande des Gänsedorfes die Gastwirtschaft „Zum weißen Rössl“ (auf dem Bild im Hintergrund links zu sehen) gründete und zu großer Blüte führte, ist es zu verdanken, dass die Kirschbaumallee angelegt worden ist.

Reife Kirschen „roppen“

Früher war es für alle auf hoch beladenen Erntewagen sitzenden Kinder auch ein besonderer Genuss, im Sommer nach reif gewordenen Kirschen zu „roppen“. Heute macht das höchstens mal ein vorbeifahrender Radfahrer. Ansonsten ernten nur noch die Stare, die sich dann in großen Scharen auf den Bäumen der vor einigen Jahren verjüngten Kirschbaumallee niederlassen.

Von Wilfried Apel

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