Die Kasseler Band „beat that chicken spielte am Lollssamstag im Buchcafé

Blues und Soul vom Feinsten

Sängerin Heidi Winter (Bildmitte) lieh im ständigen Wechsel mit Sänger Kurt Sogel den Arrangements der Kasseler Band „beat that chicken“ die authentisch-soulige Gesangsstimme. Foto: Rödiger

Bad Hersfeld. Am Lollssamstagabend erklang praktisch überall in der Festspielstadt Musik und Feierlärm. So auch im Bad Hersfelder Buchcafé. Hier ertönten Rhythm’n’Blues und Soulstücke am laufenden Band, als die zehnköpfige Kasseler Bluescombo „beat that chicken“ ihr abwechslungsreiches Liveprogramm präsentierte.

Für zwei der zehn Musiker und Musikerinnen der Band war das Konzert im Buchcafé auch ein Wiedersehen mit der Lollsstadt, denn hier haben Sänger Kurt Sogel und Gitarrist Thomas Phleps schon Ende der 60er-Jahre live musiziert. Gemeinsam mit ihren ebenfalls sehr erfahrenen Kasseler Bandkollegen konnten die beiden ihre langjährige Bühnenerfahrung und Liveroutine voll einbringen und dem Bad Hersfelder Publikum eine erstklassige Blues-und-Soul-Show darbieten. Bei ihrem erst zweiten Auftritt in Bad Hersfeld zeigten die liveerfahrenen Damen und Herren von „beat that chicken“, dass es auch ohne Genre-typische Klassiker wie etwa „Soul Man“, „Everybody needs somebody to love“ oder „Sweet home Chicago“ funktionieren kann.

Das Programm von „beat that chicken“ setzt neben eher weniger bekannten Songs von namhaften Künstlern auch auf Songs von Gruppen und Solokünstlern, die gerade mal den eingefleischtesten Bluesfans im Publikum noch bekannt sein dürften. Qualitativ tut dies der Show von „beat that chicken“ keinen Abbruch. Die Refrains dieser Bluesjuwelen sind genauso eingängig wie die damaligen Charthits dieser Musiksparte und spieltechnisch brauchen „beat that chicken“ sich hinter anderen Coverbands nicht zu verstecken.

Ihr Bandsound ist sehr professionell und besonders durch die Kombination von Hammondorgel mit der vierköpfigen Bläsersektion der Band entsteht dieser fette und fast schon bigbandartige Sound, den besonders die „Blues Brothers“ populär gemacht haben.

Das Bad Hersfelder Publikum honorierte die modernen Arrangements und mitreißenden Rhythmen der Kasseler Formation mit viel Applaus und entließ „beat that chicken“ erst nach mehreren Zugaben von der Bühne.

Von Werner Rödiger

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