Behinderungen auf Nebenstrecken – Streudienste am Limit

Blitzeis lähmte den Verkehr in Waldhessen

Hersfeld-Rotenburg. Busse rückten erst gar nicht aus, Schulkinder und Lehrer durften daheim bleiben, und an mancher Arbeitsstelle trudelten die Mitarbeiter später als sonst ein. Beispielsweise im Kirchheimer Seepark: Dort sprangen Bürokräfte in der Küche und im Service ein. Zeitungs- und Postzusteller konnten sich auf spiegelglatten Wegen nur vorsichtig vorwärts tasten.

Obwohl sich die Menschen auf den Winter und immer neue Tücken eingestellt haben, registrierte die Polizei im Landkreis auf eisverkrusteten Straßen und im Schneetreiben 30 Verkehrsunfälle mit drei Verletzten. Besonders Nebenstrecken und Wohnstraßen glichen Rutschbahnen.

30 Unfälle im Kreis

15 Verkehrsunfälle im Raum Hersfeld gingen ohne Verletzte ab. Im Bereich der Polizeistation Rotenburg kam es zu weiteren 15 Unfällen. Dabei wurden zwei Autofahrer mit Verletzungen in das Krankenhaus nach Rotenburg gebracht. Eine Autofahrerin wurde bei einem Auffahrunfall in Bebra auf der Luisenstraße verletzt – eine weitere Fahrerin in Nentershausen auf der Danziger Straße. Ansonsten blieb es bei Sachschäden.

Im Zuständigkeitsbereich der Polizeiautobahnstation Bad Hersfeld kam es frühmorgens zu einem Verkehrsunfall. In der Zufahrt zur Autobahn 4 nach Eisenach hatte sich auf der vereisten Fahrbahn ein Auto überschlagen. Der Fahrer musste mit Verletzungen in das Krankenhaus nach Rotenburg gebracht werden. Bei diesem Verkehrsunfall entstand 6 000 Euro Sachschaden.

„Das war der bislang schlimmste Einsatz dieses Winters“, berichtete Petra Reyer-Schulz, Leiterin der Straßenmeisterei Rotenburg. Selbst erfahrene Mitarbeiter waren von der massiven Glatteisbildung überrascht. „Ich bin froh, dass alle Fahrzeuge wieder heil in den Stützpunkt zurückgekehrt sind“, sagte Reyer-Schulz. LOKALSEITE 2/3

Von Kurt Hornickel und Peter Gottbehüt

Kommentare