Das neue Verlagsgebäude der Hersfelder Zeitung erfüllt rundum höchste Standards

Blickfang im Schilde-Park

Klare Linien mit Zitaten der benachbarten Industrie-Architektur: Das neue Verlagsgebäude der Hersfelder Zeitung. Repro: Dorbritz

BAD HERSFELD. Ein echter Hingucker entsteht ab sofort in Bad Hersfelds „guter Stube“ im Schilde-Park. Benno-Schilde- Platz 2 lautet die neue Adresse der Hersfelder Zeitung. Seit Anfang der Woche laufen dort bereits die Abbrucharbeiten, und schon bald beginnt im Herzen der Stadt der Neubau des HZVerlagsgebäudes.

Der Bad Hersfelder Architekt Frank Dorbritz hat für die HZ ein Gebäude entworfen, das den höchsten Umwelt- und Technik-Standards genügt. „Das wird ein Prototyp für die nachhaltige Nutzung regenerativer Energie, wie er so noch nicht in Bad Hersfeld anzutreffen ist“, verspricht der Architekt.

Bekenntnis zum Standort

Für HZ-Geschäftsführer Markus Pfromm ist der Neubau zugleich ein „Bekenntnis zum Medienstandort Bad Hersfeld“. Der im Verlagsbereich nicht leicht zu erwirtschaftende Erfolg der HZ werde nicht etwa abgeschöpft, sondern in der Region reinvestiert. Deshalb werden nach Möglichkeit Unternehmen aus dem lokalen Einzugsgebiet mit dem Verlagsneubau beauftragt.

Aber auch für Leser und Kunden ist das neue Verlagshaus ideal, denn die Wege zur Hersfelder Zeitung werden in Zukunft deutlich kürzer. „Das Konzept ist extrem wirtschaftlich orientiert“, sagt Pfromm. Das Gebäude werde funktional und insofern einfach ausgerichtet sein, dabei allerdings für die Region Standards setzen bei der Energieeffizienz und im Hinblick auf zukunftsweisende Arbeitsbedingungen. So wird beispielsweise eine Luft-Wärme-Pumpe für ein gutes Arbeitsklima sorgen. Aber auch die internen Arbeitsabläufe und Wege im neuen Gebäude werden optimiert.

Der Entwurf trägt mit seinem klaren und schörkellosem Design unverkennbar die Handschrift des Architekten Dorbritz. Dennoch nehme der Neubau vor allem bei der Fassade, bei der weiße Wandflächen mit strukturierten Elementen in warmen Erdtönen variieren, „Zitate der benachbarten Industriegebäude auf“. Das Verlagsgebäude sei somit eine Fortführung des Industriebaustils der Umgebung.

Insgesamt wird auf einer Grundfläche von rund 1600 Quadratmeter zwischen der Schilde-Veranstaltungshalle und dem Jugendhaus ein Bürogebäude mit rund 1200 Quadratmetern Nutzfläche auf drei Etagen entstehen. Durch eine Aufständerung eines Teils des Gebäudes werden zudem weit über 20 Pkw-Stellplätze geschaffen.

Faire Verhandlungen

Möglich wird der Neubau durch den Verkauf des bisherigen Verlagsgebäudes an die Firma Hoehl-Druck Medien+Service GmbH, die sich damit auch räumlich am Standort Bad Hersfeld weiterentwickeln kann. Pfromm lobt aber auch die fairen Verhandlungen mit der Familie Sauerwein und deren Liegenschaftsverwaltung, den früheren Eigentümer des neuen Verlagsgrundstücks.

In den nächsten Wochen wird nach dem Abriss des Altgebäudes mit einer Pfahlgründung zur Baugrundverbesserung begonnen. Der Neubau soll im Jubiläumsjahr der Hersfelder Zeitung, die 2013 ihren 250. Geburtstag feiert, fertiggestellt werden. Der Umzug ist zum Jahreswechsel 2013/14 geplant. Dann ist die Hersfelder Zeitung wieder zurück mitten in der Stadt – da wo sie hingehört. (kai)

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