Literatur-Aktion Bad Hersfeld liest ein Buch

Mit dem Blick zurück nach vorn

Bad Hersfeld liest ein Buch: Sandra Rudolph, Dr. Thomas Handke und Karina Gutzeit (von links) mit dem neuen Flyer. Foto: Schönholtz

Bad Hersfeld. Thomas Brussigs Roman „Am kürzeren Ende der Sonnenallee“ steht im Mittelpunkt der Aktion „Bad Hersfeld liest ein Buch“, in der sich die Stadt seit 2002 alljährlich einem von einer Jury ausgewählten literarischen Werk widmet.

Der Blick zurück auf den Alltag der DDR-Jugend im Schatten der Berliner Mauer soll im Jahr des 25-jährigen Jubiläums der Wiedervereinigung auch eine Bilanz ermöglichen: „Wie steht Deutschland jetzt da?“, fragte Jury-Vorsitzender Dr. Thomas Handke bei der Vorstellung des Veranstaltungsprogramms. Vom 7. bis zum 26. November wird Brussigs Buch Gegenstand von zahlreichen Lesungen, Diskussionen und Themenabenden sein. Der Autor selbst wird zum Abschluss am 26. 11. in Bad Hersfeld erwartet.

Da nach der Wende nicht nur Menschen „rübergemacht“ haben, sondern auch Wörter ausgetauscht wurden, erinnert die Mitmachausstellung „wortreich“ an einst typische Redegewohnheiten aus Ost und West, die im vereinigten Deutschland dann wieder verschwunden sind.

Die Kult-Lesung mit Holk Freytag im Gasthaus Glebe in Kohlhausen (12. 11.) gehört genauso zum Programm wie Veranstaltungen der Modellschule Obersberg, der Konrad-Duden-Schule und der Gesamtschule Geistal, die sich Jahr für Jahr daran beteiligen.

Auch die „Hersfelder Zeitung“ ist dabei, wenn Festspielintendant Dieter Wedel am 19. 11 aus Brussigs Roman liest.

Alle Termine stehen in einem Flyer, der in diesen Tagen erscheint und in den öffentlichen Einrichtungen ausliegt.

www.bad-hersfeld.de

Von Karl Schönholtz

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