Fahrplanwechsel im Dezember ohne gravierende Änderungen

Es bleibt vorerst dabei: Intercity-Züge statt ICE

Bad Hersfeld. Es bleibt dabei: Der Bahnhof Bad Hersfeld wird auf der Mitte-Deutschland-Verbindung auch nach dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember von Intercity-Zügen bedient. Ob die Deutsche Bahn (DB) auf dieser Strecke in absehbarer Zeit wieder ICE-Züge einsetzen wird, hängt nach Auskunft von Unternehmenssprecherin Birgit Pörner „von der Fahrplansituation ab.“ Wichtiger sei, so Pörner, dass Bad Hersfeld an den Fernverkehr angebunden bleibe. Außerdem stellte sie modernisierte IC-Wagen in Aussicht.

Bis zum Dezember 2010 hatten die Vorzeigebahnen der DB auf ihrer Fahrt zwischen Frankfurt und Dresden im Zwei-Stunden-Takt auch in Bad Hersfeld Station gemacht. Technische Probleme an den eingesetzten ICE-3-Zügen mit Neigetechnik hatten jedoch zwecks Nachbesserung eine groß angelegte Austauschaktion zur Folge: Die Verbindungen blieben, doch seit Dezember 2010 fuhren Intercitys statt ICEs.

Konkret profitierte die Festspielstadt sogar von dem Wechsel. Denn anders als zuvor gab es nun täglich eine Direktverbindung über Berlin bis nach Binz auf Rügen. Auch in der Gegenrichtung geht es jeden Tag einmal ohne Umsteigen von der Ostsee bis Waldhessen.

Ansonsten wird sowohl bei den Verbindungen wie bei den Zeiten alles so bleiben wie es ist. Auch die „ICE-Exoten“, die montags beziehungsweise freitags zu nachtschlafender Stunde in Richtung Hamburg und Zürich fahren, bleiben den Hersfeldern erhalten. Das bedeutet jedoch umgekehrt, dass der von vielen Frühpendlern vermisste ICE-Stopp Richtung Erfurt und Leipzig nicht wieder in den Fahrplan aufgenommen wurde.

Auch in Bebra wird sich zum Fahrplanwechsel bei den Verbindungen so gut wie nichts ändern. Allerdings: Der einzige noch verbliebene ICE-Halt um 9.33 Uhr nach Leipzig wird künftig nur noch von einem Intercity bedient. Die weiteren Intercitys bleiben am ehemaligen Eisenbahn-Knotenpunkt jedoch bestehen.  zum tage

Von Karl Schönholtz

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