Schüler aus 21 Klassen der Konrad-Duden-Schule gestalteten KulturSchul-Abend

Es bleiben Spuren

Schülerinnen der Klasse von Andrea Exner stellen Zitate aus Erich Maria Remarques Roman szenisch dar. Foto: nh

Bad Hersfeld. Die Veranstaltung „Bad Hersfeld liest ein Buch“ beschäftigte auch viele Schülerinnen und Schüler der Bad Hersfelder Konrad-Duden-Schule. So haben Jugendliche aus 21 Klassen und Kursen einen KulturSchul-Abend zu Erich Maria Remarques Buch gestaltet.

Unter dem Titel „Was bleibt... Spuren“ haben sie sich in den vergangenen Wochen auf verschiedenen Ebenen in verschiedenen Fächern mit dem Inhalt des Buches auseinandergesetzt und in einer beispielhaften Gemeinschaftsleistung und mit viel Kreativität diesen KulturSchul-Abend mit Vorträgen und Ausstellungen veranstaltet.

Ein Zeichen gesetzt

In der Aula der Konrad-Duden-Schule begrüßte die Schulleiterin Susanne Hofmann die zahlreichen Gäste und erinnerte an den Beginn des Ersten Weltkriegs vor 100 und den des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren. „Die Stadt hat mit der Wahl des Buches ein Zeichen gesetzt gegen den Krieg und für den Frieden“, sagte Hofmann.

Schülerinnen und Schüler der Klasse R 9.2 haben mit viel Anteilnahme „Kriegsgedanken“ szenisch vorgetragen und sind ausgehend von dem Remarque-Zitat: „Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen den Krieg, bis ich herausfand, dass es welche gibt, die nicht hingehen müssen“ der Frage nachgegangen, wer denn den Krieg überhaupt gewollt hat?

Expressionistische Gedichte mit musikalischer Begleitung trugen Schülerinnen der Klasse G 7.1 vor, und die Klasse G 7.2 umrahmte die Veranstaltung mit dem stimmungsvoll vorgetragenen Song „1916“ von Motörhead.

„Nie wieder Krieg“

Im Altbau präsentierten die Fachbereiche Deutsch, Kunst, Geschichte, Politik und Wirtschaft, MuseComputer, Erdkunde und Englisch ihre Arbeitsergebnisse wie „Das Gesicht des Krieges“, „Für Gott, den Kaiser und das Vaterland“, „Franz Marc – ein jähes Ende im Ersten Weltkrieg – Tiere unterm Regenbogen“, „Bilder und Krieg“, „Nie wieder Krieg“ sowie „Lesetagebücher“.

Die Klassen F 5.1 und F 5.2 beschäftigten sich mit der Frage, was Frieden für uns heute bedeutet und setzten ihre Gedanken zu einer sehr großen Friedenstaube zusammen.

Zeit der Erfindungen

Dass die Zeit des Ersten Weltkriegs auch eine Zeit vieler Erfindungen, die uns bis heute das Leben erleichtern, war, zeigte die Klasse G 8.2. „An der Heimatfront“ war Thema der Klasse G 9.1, deren selbst zubereitete deftige Kartoffelpuffer mit ihrem leckeren Duft das gesamte Schulgebäude erfüllte. „Ein Projekt in einer solchen Größe und Umsetzung ist für unsere Schule schon etwas Besonderes“, lobte Susanne Hofmann alle Beteiligten.

Inspiriert von dem Jugendbuch „Feldpost für Pauline“ von Maja Nielsen haben die jüngeren Schülerinnen und Schüler sich mit dem Themenbereich „Feldpost“ befasst und sich im Schreiben der Sütterlinschrift geübt. Experten vom Philatelie- und Numismatikverein standen ihnen dabei mit Rat und Tat zur Seite und ermöglichten es, Original- Feldpost zu bestaunen.

„Die Aktionen haben viel Zeit in Anspruch genommen, aber mindestens genauso viel Freude bereitet“, resümierte die Projektkoordinatorin Andrea Exner, Lehrerin an der KDS. Die Schulgemeinde der Konrad-Duden-Schule ist schon heute darauf gespannt, welches Buch im kommenden Jahr für die Gemeinschaftsaktion „Bad Hersfeld liest“ ausgewählt werden wird! (red)

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