Fraktion beantragt 60-Liter-Tonne für kleine Haushalte

Biomüll: CDU ist gegen Vorhaltegebühr

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Die gesetzlich vorgeschriebene Biomülltonne erhitzt die Gemüter.

Hersfeld-Rotenburg. Die CDU-Fraktion im Abfall-Wirtschaftszweckverband (AZV) hat sich jetzt dagegen ausgesprochen, eine Vorhaltegebühr für die ab 2015 gesetzlich vorgeschriebene Biomülltonne in die neue Satzung beziehungsweise Gebührenordnung aufzunehmen. Das teilt der Fraktionsvorsitzende Walter Glänzer mit.

Die Einführung der Biomülltonne und insbesondere die Vorhaltegebühr, die auch diejenigen Kunden zahlen müssen, die gar keine Tonne nutzen, weil sie selbst kompostieren, hatte in den vergangenen Wochen für lebhafte Diskussionen gesorgt. Die Rechtmässigkeit der Vorhaltegebühr sei zwar von der Verwaltung geprüft worden, doch scheine sich das nicht an der aktuellen Rechtslage zu orientieren, stellte die CDU-Fraktion fest. Fehlende Einnahmen sollten erst einmal durch Einsparungen und Entnahmen aus der Gebührenrücklage abgedeckt werden.

Die CDU-Fraktion setzt nun auf eine deutlich verbesserte Öffentlichkeitsarbeit, um den Wert der Biotonne zu vermitteln. Sie hat zudem die Einführung einer 60-Liter-Tonne für Einpersonenhaushalte beantragt und die Ausgabe von verrottbaren Papiertüten für Speisereste ins Gespräch gebracht.

Die CDU-Fraktion weist aber auch darauf hin, dass die Müllentsorgung im Landkreis Hersfeld-Rotenburg zu den kostengünstigsten bundesweit zählt. (zac)

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