Die Linke streitet für den Mindestlohn

Billigjobs: 1,1 Million Beihilfe pro Monat

Hersfeld-Rotenburg. Die Partei Die Linke kritisiert Billigjobs: Diese kämen nicht nur die Betroffenen, sondern die gesamte Gesellschaft teuer zu stehen.

„Um der Lohnspirale nach unten einen Riegel vorzuschieben, brauchen wir endlich einen gesetzlichen Mindestlohn“, erklärt der Sprecher des Kreisvorstandes der Linken, Horst Zanger. Die Partei hat dazu erneut einen Antrag für einen gesetzlichen Mindestlohn beim Bundestag eingereicht.

Billigjobs nehmen zu

Die Antwort der Bundesregierung auf diese Anfrage hat ergeben, dass die Zahl der Billigjobs in fast allen Regionen zugenommen hat. Im Kreis Hersfeld-Rotenburg liege die Zahl der Unterbezahlten bei 24,4 Prozent. Zu niedrige Löhne werden laut Bundesregierung im Kreis Hersfeld-Rotenburg monatlich mit 1 086 190 Euro aus Steuergeld aufgestockt.

Angesichts dieser Bilanz erklärt Zanger: „Die Fehlentwicklungen auf dem Arbeitsmarkt sind nicht zu übersehen. Wir müssen Schluss machen mit der Subventionierung von Billigjobs durch den Steuerzahler. Ein gesetzlicher Mindestlohn muss her.“

Freizügigkeit

Der Antrag fordert einen gesetzlichen Mindestlohn ab dem 1. Mai 2011, denn an diesem Tag tritt in Deutschland die vollständige EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit in Kraft. Damit wird es allen Einwohnern der Europäischen Union ermöglicht, ohne Zugangsbeschränkungen auch in Deutschland zu arbeiten. (red)

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