Leselustfestival der Konrad-Duden-Schule – Übersetzerin reiste für Preisverleihung an

Die Bilder zu den Worten

Gut eingedacht: Schüler der Konrad-Duden-Schule stellten ihre Lieblingsbücher vor und vergaben Preise.

Bad Hersfeld. Das Leselust-Festival lockte in die Aula der Konrad-Duden-Schule in Bad Hersfeld. Zum elften Mal präsentierten dort die Mitglieder der „Jungen Jury“ ihre Lieblingsbücher, deren Handlung sie in kurzen Szenen anrissen, um den Appetit aufs Lesen der Bücher anzuregen. Musikalisch begleitet wurde das Festival von den Konrad-Duden-Singers unter der Leitung von Johannes Gunkel.

„Lesen knipst das Kopf-Kino an“, sagte Schulleiterin Susanne Hofmann bei der Begrüßung der Gäste. Los ging es danach mit der Vorstellung der drei in der Unterstufe beliebtesten Bücher: In „Und hier kommt Tante Lisbeth“ von Isabel Abedi erzählt das Mädchen Lola von ihrer Tante, die bestimmt die kleinste und frechste Tante der Welt ist, weil Lolas Mutter noch ein Kind bekommen hat.

Bei „Anders“ von Andreas Steinhöfel geht es um den Jungen Felix, der sich, nachdem er nach einem schweren Unfall aus dem Koma erwacht, völlig verändert hat und sich jetzt Anders nennt. Den „DUDO“ als bestes Buch für die Unterstufe verlieh die Jury an den Roman „Größer als ein Traum“ des flämischen Autors Jef Aerts.

„Lesen knipst das Kopf-Kino an.“

Susanne Hofmann, Schulleiterin

Marc begegnet darin im Traum seiner toten Schwester, die mit ihm auf Fahrradtour geht und gerne Marzipan nascht. Extra zur Preisverleihung angereist waren die Übersetzerin, Marianne Holberg und die Pressereferentin des Verlags „Freies Geistesleben“ Claudia Geßwein. Für junge Leser der Mittelstufe wurden auf dem Festival zwei Bücher präsentiert. „Warum wir Günter umbringen wollten“ von Hermann Schulz spielt kurz nach dem Ende des zweiten Weltkriegs.

Günter, mitsamt seiner Familie aus Ostpreußen vertrieben, ist von dem Erlebten völlig verstört und ist deshalb für die anderen Jungen an seiner neuen Schule das ideale Opfer. Aus Angst, dass Günter verraten könnte, wie brutal sie ihn gequält haben, beschließen sie, ihn umzubringen.

Der DUDO für das beste Buch der Mittelstufe ging jedoch an „Silber – Das erste Buch der Träume“ von Kerstin Gier. Es bildet den Auftakt zu einer dreiteiligen Jugendbuch-Reihe. Seit die Protagonistin Liv Silber mit ihrer Mutter und ihrer Schwester in eine andere Stadt gezogen ist, beschäftigen sie unheimliche Träume.

Ehren-DUDO für Elternbeirat

In einem dieser Träume beobachtet sie nachts auf einem Friedhof vier Jungen aus ihrer neuen Schule bei einem düsteren magischen Ritual. Wirklich unheimlich ist jedoch, dass diese Jungen Dinge über sie wissen, die sie eigentlich niemandem erzählt hat.

Mit dem Ehren-DUDO wurde in diesem Jahr die Arbeit des Elternbeirats der Konrad-Duden-Schule gewürdigt. Der Beirat unterstützt die vielfältigen Schulaktivitäten für die Schüler.

Von Thomas Landsiedel

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