Resümee der Festspielsaison am Sonntag mit illustren Gästen in der Festspiel-Lounge

Bilanz „ungeschminkt“

BaD HERSFELD. Hat das fantastische Sommerwetter der vergangenen Wochen die Zahl der Festspielbesucher doch noch bedeutend steigern können? Und wie fällt neben der wirtschaftlichen, die künstlerische und persönliche Bilanz der Bad Hersfelder Festspielleitung aus?

Intendant Holk Freytag, der natürlich selbst Stellung bezieht, und HZ-Geschäftsführer Markus Pfromm als weiterer Gastgeber und interessierter Beobachter mit professioneller Distanz setzen ihre Festspiel-Gesprächsreihe unter dem Titel „ungeschminkt“ im Lounge-Zelt neben dem Haupteingang zur Stiftsruine am Sonntagvormittag, 4. August, um 11.30 Uhr fort. Der Eintritt ist frei.

Mit dabei sind etwa auch Guido Spohr, der Klimabeauftragte der Stadt, und der technische Leiter der Festspiele, Hans Hageneuer. Dass klimafreundliche und nachhaltige Festspiele möglich sind, das werden die beiden belegen wollen.

Den „Sonderfall Anne Frank“ wird die in der tragischen Rolle hoch gelobte Maddalena Hirschal beleuchten. Auch mit szenischen Ausschnitten. Die Frage hier: haben mobile, kleine Produktionen Zukunft im Programm?

Wie es um das Thema Rassismus im Festpiel-Musical „Show Boat“ steht und stand, das möchte Walter Reynolds beschreiben. Er ist der Darsteller mit dem umwerfenden Bass, der den Weltsong „Ol‘ Man River“ interpretiert.

Charlotte Puder und der zweifache Preisträger (große Jury-Auszeichnung und Publikumswahl) Stephan Schad werden gefragt, ob sie „Nathan der Weise“ als das vielleicht wichtigste Stück der deutschen Literatur betrachten.

Dass die Festspiele nicht nur sich selbst genügen können und sollen, sondern eben auch das immer wieder beschworene Alleinstellungsmerkmal der Stadt Bad Hersfeld ausmachen und insofern auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor sind, das wird Achim Kniese als Hotelier, vor allem aber als Vorsitzender des Stadtmarketingvereins für seine Kollegen aus Handel und Gastronomie deutlich machen.

Schließlich möchte Festspielintendant Holk Freytag seine Vorstellungen von den Entwicklungsmöglichkeiten der Festspiele und einer weiteren künstlerischen Profilierung darstellen. Ob er auch schon Einblick gewährt in seine Spielplanvorstellungen für die kommende Festspielsaison? Erfahren wird das und alles andere rund um den Abschluss der Bad Hersfelder Festspiele 2013 mit konstruktivem Ausblick aus erster Hand nur, wer zur „ungeschminkten“ Festspielmatinee kommt. (map)

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