Fast 200 Teilnehmer beim Kreiskonfirmandentag auf dem Frauenberg

Bibelvers zum Entdecken

Du bereitest vor mir einen Tisch: Die Konfirmandengruppe vom Bad Hersfelder Johannesberg hat gerade am selbst gedeckten Tisch gegessen. Jetzt warten die Mädchen und Jungen darauf, dass es zur nächsten Station geht. Foto: Apel

BAD HERSFELD. Mehr oder weniger interessierte Konfirmanden auf lockere und ansprechende Art und Weise mit biblischen Geschichten vertraut zu machen und Antworten zu geben auf Grundfragen des Glaubens – das ist Ziel des alljährlich von einem vielköpfigen Team des Evangelischen Kirchenkreises Hersfeld vorbereiteten Kreiskonfirmandentages. Jetzt fand dieser zum elften Mal statt.

Fast 200 Konfis und ihre Pfarrer waren eingeladen, um in der Evangelischen Jugendbildungsstätte auf dem Frauenberg, in der alten Kapelle und auf dem Außengelände den Psalm 23 kennen- und die einzelnen Verse verstehen zu lernen, mit eigenen Erfahrungen zu verbinden sowie an verschiedenen Stationen kreativ darzustellen, was ihnen der bekannteste aller biblischen Lobgesänge bedeutet.

In einer kurzen Andacht wies Pfarrer Werner Ewald darauf hin, dass der Psalm vom guten Hirten Menschen aller Altersgruppen Kraft gebe und ein Rettungsanker für viele sei. Danach bekam jeder „Konfi“ eine Laufkarte, denn jeder sollte an insgesamt fünf Stationen ein besonderes Erlebnis geboten bekommen.

Der Herr ist mein Hirte. Mir wird nichts mangeln.

Psalm 23

Zum Beispiel in der von Ortsjugendpfleger David Schweiger geleiteten Holzwerkstatt, in der Kleinteile darauf warteten, „als Teil von Gottes Wundern der Schöpfung“ in einen kleinen Schaukasten eingebaut zu werden. David und seine beiden Helfer verstehen es mit den jungen Leuten umzugehen: „Wer keinen Bock hat zu basteln, lässt die Teile einfach liegen!“ Fast allen aber macht der Umgang mit Holz Spaß. Auch Felix Schmermund aus Niederaula. Er ist in einer Schreinerei groß geworden, will Forstwirt werden, und deshalb hat er einen Nagel in den Schaukasten eingebaut.

Bei der zweiten Station erleben die Konfis, wie schwer es ist, den richtigen Weg zu finden. Zum einen in einem „Tiefseilgarten“, zum anderen auf einem Cityroller – einmal ganz normal und einmal mit Rauschbrille, die die „Rauschzustände verschiedener Promillegehalte“ simuliert. Danach sind sie „im finsteren Tal“ unterwegs: Mit geschlossenen Augen tasten sie sich allein oder von einem Mitkonfirmanden über einen aus Tischen und Stühlen zusammengebauten Parcours geleitet vorwärts. Für Stefan Kempf aus Hilmes ist das ganz besonders eindrucksvoll.

Bei der vierten Station geht es darum „im Angesicht der Feinde einen Tisch zu bereiten“. Zunächst muss nach dem in der Umgebung versteckten Geschirr gesucht werden. Sodann wird gespült, und erst wenn alle Gruppen ihren Tisch gedeckt und gebetet haben, darf gegessen und getrunken werden. In der Kapelle können die Konfis Ruhe finden, Kraft tanken und sich in einem Zelt von Jugenddiakonin Sabine Kampmann ein Segenswort zusprechen lassen.

Schneller als gedacht, sind die Stationen abgearbeitet. Es wird Zeit für ein Schnitzelbrötchen oder etwas Vegetarisches – und Zeit für die Abschlussandacht von Pfarrer Michael Zehender, der den „Konfis“ noch einmal verdeutlicht, dass Psalm 23 viel mit ihrem Leben zu tun hat, der aber auch betont: „Was Sie damit machen, liegt in Ihrer Verantwortung.“

Von Wilfried Apel

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