Zum Dippenmarkt kam der erste Schnee – Aussteller hielten tapfer durch

Bibbern zwischen Dippen

Hände wärmen am Dippenmarkt: Händlerin Gundi Spinnler kann sich bei den kalten Temperaturen an den Leuchten, die sie verkauft, aufwärmen. Fotos: Rössing

Bad Hersfeld. Trotz winterlicher Temperaturen war die Stadt proppenvoll zum traditionellen Dippenmarkt. Während die Besucher dick eingemurmelt von Stand zu Stand schlendern konnten, hielten die Händler tapfer die Stellung.

„Bei unserer Ankunft waren es zwei Grad“, sagt Gundi Spinnler, die gemeinsam mit ihrem Mann Paul Kakteen, exotische Pflanzen und Dekoartikel verkauft. „Wir kommen aus der Nähe von Aschaffenburg. Dort war gestern noch blauer Himmel. Zum Glück haben wir uns über das Wetter informiert und dicke Klamotten eingepackt.“

Den Wetterbericht prüft auch Erkan Kaya, bevor er mit seinen bunten Bildern und den MP3-Abspielgeräten zum Verkauf loszieht. „Als Reserve habe ich auch einen Heizstrahler im Auto“, erklärt der Händler. Thermoshirt, lange Unterhose und einen Taschenwärmer hat Dennis Becker auf dem Dippenmarkt mit im Gepäck. Der Verkäufer bietet Vorwerkstaubsauger und -zubehör an. „Den Ofen für die kalten Monate packe ich aber noch nicht aus, was soll ich denn dann bei minus fünf Grad machen“, lacht er.

Die kälteste Temperatur, die das Ehepaar Rehberg auf einem Markt erlebt hat, war 15 Grad unter Null. „Jetzt geht es noch“, sagt Bettina Rehberg aus Cornberg. „Wir ziehen uns warm an, trinken Tee und bewegen uns so gut es geht.“ So verkauft sie mit guter Laune Wachstücher in bunten Designs, die vor allem als Tischbelag oder Tischdecke dienen können.

Winterhart

Ein ganz anderes Rezept gegen kalte Füße haben Marco und Christin Weihmann aus Nürnberg im Gepäck: Aneinanderkuscheln! Die Kakteenverkäufer und Händler von (passenderweise) winterharten Pflanzen sind extra zum Dippenmarkt aus Nürnberg angereist.

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