Bibbern oder blechen Kurt Hornickel über den Hunger nach Energie

W er nicht frieren will, muss zahlen. Da spielt es keine Rolle, ob man am Stadtgas hängt, auf die Felder der Ölscheichs baut oder dem Staatsförster das klimaneutrale Brennholz abkauft.

Keiner genannten Energieträger wird auf Dauer billiger. Das ist die Wahrheit. Insbesondere die Vorräte an fossilen Brennstoffen sind endlich. Und was knapper wird, steigt im Preis. Wir in unserem Landkreis haben es noch gut. Waldhessen hat Bäume und bietet natürliche Ressourcen, um dem Würgegriff der Öl-Multis zu entkommen. Gas ist keine Alternative. Trickreich ist der Preis ans Öl gekoppelt. Zudem lässt sich das Ferngas daheim nicht speichern. Momentan profitieren die Ölkunden noch von den Folgen der Finanzkrise. Das bringt uns zehn Eurocent Ersparnis je Liter im Vergleich zum Sommer vor der Krise. Doch das Blatt wendet sich, wie die Spritpreise anzeigen. Wer mutig oder betucht ist, steigt auf Wärmepumpen oder solare Heizungsunterstützung um. Das beendet den Preispoker. Die anderen müssen bibbern oder blechen. hornickel@hersfelder-zeitung.de

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