Kaum Probleme mit dem Dauerfrost – Gasverbrauch schnellt hoch

Bibber-Temperaturen lassen den Kreis kalt

Hersfeld-Rotenburg. Väterchen Frost hält Europa fest im eisigen Griff. Auch im Kreis Hersfeld-Rotenburg knackt das Thermometer jede Nacht neue Tiefstwerte. Dennoch gibt es bei uns derzeit keine ernsthaften Probleme wegen der Kälte.

„Es ist erstaunlich ruhig“, berichtet Polizeisprecher Manfred Knoch. Bislang gab es keine Eisunfälle, „das wird erst gefährlich, wenn es milder wird“, warnt Knoch. Ansonsten sehen die Beamten bei ihren Streifen derzeit vermehrt nach Obdachlosen. In der Obdachlosenunterkunft „Wassermannseck“ in Bad Hersfeld sind derzeit nur vier Betten belegt. „Ich kann es mir auch nicht erklären, denn wir haben Kapazitäten für 20 Personen“, erklärt Werner Steidel, Leiter des Fachbereichs Bürgerdienste.

Auch bei der Feuerwehr im Kreis macht die Kälte keine Probleme, berichtet Fachdienstleiter Dieter Pfaff. Abgesehen von zwei Einsätzen wegen gefrierenden Hochwassers in Niederaula und Heringen und Einsätzen wegen eingefrorener Leitungen in Privathäusern, wie etwa in Ronshausen und Nentershausen, meldet die Leitstelle keine besonderen Vorkommnisse. „Das Leben geht weiter“, sagt Pfaff.

Im Klinikum Bad Hersfeld und im Kreiskrankenhaus in Rotenburg registriert man bisher keinen kältebedingten Anstieg der Patientenzahl.

Bei den Stadtwerken in Bad Hersfeld hat die Kälte den Erdgasverbrauch in die Höhe schnellen lassen. „An den ersten sechs Tagen im Februar ist der Absatz im Vergleich zum Vorjahr um etwa 40 Prozent gestiegen“, berichtet Geschäftsführer Peter Sobisch. 2011 hätte die Durchschnittstemperatur in diesem Zeitraum bei plus einem Grad gelegen, in diesem Jahr bei minus 11,5 Grad.

Die größten Probleme haben die Autofahrer. Die Abschleppdienste und Werkstätten haben alle Hände voll zu tun mit Wagen, die nicht anspringen wollen. Jede Menge Arbeit haben auch die hiesigen Sanitärinstallateure mit eingefrorenen Wasserleitungen vor allem in Fachwerkhäusern und Altbauten. (ks/kai/nm/ank/ach)

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